| Zürich | |
|---|---|
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| Basisdaten | |
| Kanton: | Zürich |
| Bezirk: | Zürich |
| BFS-Nr.: | 0261 (bis 31. Dezember 1989: 0253) |
| PLZ: | 8000–8099 |
| UN/LOCODE: | CH ZRH |
| Koordinaten: | (683173 / 248145)47.3788868.540007408Koordinaten: 47° 22′ 44″ N, 8° 32′ 24″ O; CH1903: (683173 / 248145) |
| Höhe: | 408 m ü. M. |
| Fläche: | 91.88 km² |
| Einwohner: | 380'189
(30. Juni 2008) |
| Website: | www.stadt-zuerich.ch |
| Karte | |
Zürich (französisch/englisch: Zurich, italienisch: Zurigo, rätoromanisch: Turitg, zürichdeutsch: Züri) ist die grösste Stadt der Schweiz und Hauptort des Kantons Zürich. Die Kernstadt – eine politische Gemeinde, die seit 1989 auch mit dem Bezirk Zürich deckungsgleich ist – zählt rund 380'000 Einwohner; in der Agglomeration leben 1.08 Mio. Menschen. Die Metropolitanregion, die grosse Teile des östlichen und zentralen Schweizer Mittellandes umfasst, hat 1.68 Mio. Einwohner. Zürich ist das wichtigste wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum der Schweiz. Laut einer Studie aus dem Jahr 2007[1] ist es die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität.
Zürich liegt im östlichen Schweizer Mittelland, an der Limmat am Ausfluss des Zürichsees, in einem von Hügeln umschlossenen Becken. Das aus dem alt-römischen Stützpunkt Turīcum entstandene Zürich wurde im 13. Jahrhundert freie Reichsstadt und 1351 Mitglied der Eidgenossenschaft. Die Stadt des Reformators Ulrich Zwingli erlebte im Industriezeitalter ihren Aufstieg zur Wirtschaftsmetropole der Schweiz.
Zürich ist mit seinem Hauptbahnhof, dem grössten Bahnhof der Schweiz, und dem Flugdrehkreuz Zürich-Kloten ein kontinentaler Verkehrsknotenpunkt und dank der ansässigen Grossbanken und Versicherungen (u. a. UBS, Credit Suisse, Zürich Versicherung und Swiss Re) ein internationaler Finanzplatz. Die Stadt wird darum zu den Global Cities gezählt. Überdurchschnittlich viele Medienunternehmen, darunter das Schweizer Fernsehen, haben hier ihren Sitz. Dank seiner Lage am Zürichsee, seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt und einem vielseitigen Kulturangebot und Nachtleben ist es zudem ein Zentrum des Schweizer Tourismus.
In Anspielung auf geographische und historische Gegebenheiten wird Zürich gelegentlich und informell auch als die «Limmatstadt» oder die «Zwinglistadt» bezeichnet. Ihre Einwohner werden Zürcher genannt (bzw. Stadtzürcher zur Differenzierung mit den übrigen Einwohnern des Kantons).
Geographie
Zürich liegt auf 408 m ü. M. am unteren (nördlichen) Ende des Zürichsees, eingebettet zwischen den Höhen von Uetliberg im Westen und Zürichberg im Osten. Die Altstadt erstreckt sich beidseits der Limmat, die hier dem See entströmt, zunächst nordwärts fliesst und dann in einem Bogen allmählich nach Westen abbiegt. Noch heute ist die westliche Abgrenzung der einstigen Stadt anhand des Schanzengrabens gut zu erkennen. Dieses künstliche Fliessgewässer wurde im Rahmen des Baus der dritten Stadtbefestigung im 17. und 18. Jahrhundert angelegt. Damals wurde ein Teil des Wassers aus dem See abgeleitet und in einem Graben ausserhalb der Bastionen und Bollwerke wieder zurück zur Limmat geführt. Der grösste Teil dieses Schanzengrabens ist noch heute erhalten, doch wird das Wasser jetzt nicht mehr direkt in die Limmat, sondern beim Hauptbahnhof in die Sihl geleitet. Beim Platzspitz wenig unterhalb der Altstadt mündet die Sihl als bedeutendster Nebenfluss in die Limmat.
Topographie
Das Gemeindegebiet der Stadt Zürich nimmt eine Fläche von 91.88 km² ein, wovon 4.1 km² auf den Zürichsee entfallen. Es umfasst einen Abschnitt des nördlichen Schweizer Mittellandes. Das Limmattal bildet den wichtigsten Natur- und Siedlungsraum von Zürich. Es ist in Richtung Südost-Nordwest orientiert, wobei der flache Talboden eine Breite von zwei bis drei Kilometern aufweist. Die kanalisierte und teilweise begradigte Limmat fliesst dabei nicht etwa in der Mitte des Tales, sondern stets entlang dem rechten (nordöstlichen) Talrand. Mit 392 m ü. M. wird an der Limmat bei Oberengstringen der niedrigste Punkt des Gemeindegebietes erreicht.
Auf seiner Westseite wird das Limmattal von den bewaldeten Höhen der Albiskette, des Uetlibergs und des Buechhogers flankiert, auf denen die westliche Gemeindegrenze verläuft. Der Uetliberg, Hausberg der Stadt, bildet mit 869 m ü. M. die höchste Erhebung der näheren Umgebung. Sein Gipfel kann mit der Uetlibergbahn leicht erreicht werden. Von der Plattform des Aussichtsturmes bietet sich ein eindrückliches Panorama auf Stadt und den See sowie bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Nach Süden reicht der Gemeindeboden in das untere Sihltal.
Nordöstlich an das Limmattal schliesst eine Hügelkette an, welche die Wasserscheide zwischen der Limmat und der Glatt markiert. Von Nordwesten nach Südosten nimmt die Höhe der zumeist waldbedeckten Kuppen zu: Hönggerberg (541 m ü. M.), Käferberg (mit Waidberg, 571 m ü. M.), Zürichberg (676 m ü. M.) und Adlisberg (701 m ü. M.). Zwischen dem Käferberg und dem Zürichberg befindet sich mit dem vollständig überbauten Sattel des Milchbucks (rund 470 m ü. M.) ein wichtiger Übergang vom Limmat- ins Glattal.
Der nördlichste Gemeindeteil erstreckt sich in die Ebene des Glattals und in die Senke, welche die Verbindung zwischen dem Glattal und dem Furttal herstellt. Auch ein Teil des Katzensees (Naturschutzgebiet) sowie der Büsisee, die beide durch den Katzenbach zur Glatt entwässert werden, gehören zum Stadtgebiet.
Geologie
In geologischer Hinsicht liegt Zürich im Molassebecken des Schweizer Mittellandes. Das Becken wurde im Lauf des Tertiärs mit dem Abtragungsschutt der entstehenden Alpen aufgefüllt, wobei sich die Sedimente in verschiedene Schichten unterteilen lassen. Ablagerungen unter marinen Bedingungen werden als Meeresmolasse, solche unter fluviatilen Bedingungen als Süsswassermolasse bezeichnet.
Von Bedeutung für das Gebiet von Zürich ist die Obere Süsswassermolasse, die in der Zeit vor etwa 16 bis 5 Millionen Jahren abgelagert wurde. Sie setzt sich aus einer Wechsellagerung von harten Sandsteinbänken und weichen Mergelschichten zusammen und tritt insbesondere am Uetliberg sowie an den Hügeln östlich der Stadt zutage. Mittels einer Tiefenbohrung würde man im Untergrund von Zürich eine mehr als 1000 m mächtige Schicht von Molasseablagerungen finden, bevor man auf die Sedimente der Jurazeit stossen würde.
Die entscheidende landschaftliche Überprägung erhielt die Region von Zürich durch den Vorstoss des Rhein-Linth-Gletschers während der verschiedenen Eiszeiten. Durch den Gletscher wurden bereits existierende Talmulden vertieft und erweitert sowie neue Täler geschaffen. Das Limmattal und das Glattal sind mit Schottern des Eiszeitalters sowie mit weiteren Sedimenten der Nacheiszeit aufgefüllt. Noch am deutlichsten sichtbar sind die Spuren der Würm-Vergletscherung. Während des sogenannten Stadiums von Zürich (etwa 20000 Jahre vor heute) entstand der Moränenwall, der den Zürichsee im Norden abschliesst. Er wird durch den Höhenrücken zwischen dem See und dem Sihltal, durch die Höhe beim Lindenhof in der Altstadt und durch das Burghölzli markiert, während das Sihltal den Schmelzwasserstrom am Rand des Gletschers aufnahm.
Klima
Zürich liegt im Bereich der gemässigten Klimazone. Prägend für das Klima von Zürich sind einerseits die Winde aus westlichen Richtungen, die oft Niederschlag heranführen, andererseits die Bise (Ost- oder Nordostwind), welche meist mit Hochdrucklagen verbunden ist, aber in allen Jahreszeiten kühlere Witterungsphasen bringt als im Mittel zu erwarten wären. Der in den Alpentälern und am Alpenrand wichtige Föhn zeigt im Normalfall keine speziellen klimatischen Auswirkungen auf Zürich.
Die Jahresmitteltemperatur an der Messstation der MeteoSchweiz in Zürich (auf 556 m ü. M. am Hang des Zürichbergs und damit 150 m über dem Niveau des Stadtzentrums gelegen) beträgt 8.5 °C, wobei im Januar mit –0.5 °C die kältesten und im Juli mit 17.6 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier 88 Frosttage, und 26 Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel 30, während normalerweise drei Hitzetage zu verzeichnen sind. Diese Werte sind relativ niedrig im Vergleich zu anderen Mittellandstationen, was sich aufgrund der Höhenlage der Station erklären lässt. Im Limmattal sind im Jahresmittel deutlich mehr Sommertage und Hitzetage zu erwarten. Die Messstation Zürich weist im Mittel 1482 Sonnenstunden pro Jahr auf. Die 1136 mm Niederschlag fallen über das ganze Jahr verteilt, wobei im Sommerhalbjahr und speziell während der drei Sommermonate aufgrund der konvektiven Niederschläge höhere Mengen gemessen werden als im Winter.
Stadtgebiet
Das Limmattal ist fast lückenlos überbaut (Wohn- und Industriegebiete, Gewerbezonen). Ebenfalls dicht bebaut sind die sonnenexponierten und bevorzugten Wohnlagen am Zürichberg und am Waidberg sowie die unteren Hangabschnitte auf der westlichen Talseite am Uetliberg. Über den Milchbuck reicht die Bebauung in das Glattal und die angrenzenden Gebiete.
Zu den grünen Lungen der Stadt zählen die ausgedehnten Waldgebiete von Adlisberg, Zürichberg, Käferberg, Hönggerberg und Uetliberg. Bedeutende Grünanlagen befinden sich auch entlang dem Seeufer (Zürichhorn und Enge). Ferner wird das bebaute Gebiet durch Parkanlagen und Gärten aufgelockert. Grössere zusammenhängende landwirtschaftlich genutzte Flächen liegen im Bereich von Affoltern und Seebach.
Von der Gesamtfläche der Stadt Zürich (ohne Seeanteil) wurden bei der Erhebung im Jahr 1996 45.4 % Siedlungen, Industrie und Gewerbe, 15.5 % dem Verkehr, 26.5 % dem Wald, 11 % der Landwirtschaft und 1.2 % Gewässern zugeschrieben. Von der als Bauzone ausgeschiedenen Fläche war 2004 rund 93 % überbaut.
Stadtgliederung
Die ursprüngliche Gemeinde Zürich (vor 1893) umfasste nur das Gebiet der heutigen Altstadt. Mit zwei grossen Stadterweiterungen wurden 1893 und 1934 zahlreiche umliegende Dörfer eingemeindet, die im Lauf des 19. Jahrhunderts immer mehr zusammengewachsen waren. Heute setzt sich Stadt Zürich aus 12 Stadtkreisen zusammen, die von 1 bis 12 durchnummeriert werden und jeweils zwei bis vier Quartiere umfassen:
- Kreis 1, umfasst die Altstadt und damit die ursprüngliche Gemeinde Zürich (bis 1893)
- Kreis 2 am westlichen Zürichseeufer, umfasst Enge, Wollishofen und Leimbach (1893 eingemeindet)
- Kreis 3 im Limmattal zwischen Sihl und Uetliberg, umfasst Wiedikon (1893 eingemeindet)
- Kreis 4 in der Talebene zwischen Sihl, Bahngleise und Wiedikon, umfasst einen Teil der ehemaligen Gemeinde Aussersihl (1893 eingemeindet)
- Kreis 5 in der Talebene zwischen Limmat, Sihl und Bahngleise, umfasst das Industriequartier, das Teil der ehemaligen Gemeinde Aussersihl war und 1893 eingemeindet wurde
- Kreis 6 am Hang des Zürichbergs, umfasst Oberstrass und Unterstrass (1893 eingemeindet)
- Kreis 7 an den Hängen von Zürichberg und Adlisberg, umfasst Fluntern, Hottingen und Hirslanden (1893 eingemeindet) sowie Witikon (1934 eingemeindet)
- Kreis 8 am östlichen Zürichseeufer, umfasst Riesbach (1893 eingemeindet)
- Kreis 9 zwischen der Limmat im Norden sowie Buechhoger und Uetliberg im Süden, umfasst Altstetten und Albisrieden (1934 eingemeindet)
- Kreis 10 rechts der Limmat am Südhang von Hönggerberg und Käferberg, umfasst Wipkingen (1893 eingemeindet) und Höngg (1934 eingemeindet)
- Kreis 11 in der Ebene nördlich von Hönggerberg und Käferberg zwischen Glattal und Katzensee, umfasst Affoltern, Oerlikon und Seebach (1934 eingemeindet)
- Kreis 12 im Glattal am Nordfuss des Zürichberges, umfasst Schwamendingen (1934 eingemeindet)
In der Regel sind die Grenzen der Stadtkreise deckungsgleich mit den vor 1893 existierenden Gemeindegrenzen. Allerdings wurden in Abhängigkeit von der jeweiligen Grösse entweder mehrere Gemeinden zu einem Kreis zusammengefasst oder im Fall von Aussersihl eine Gemeinde in zwei Kreise aufgeteilt. Ferner gab es im Lauf der Zeit verschiedene kleinere Grenzbereinigungen.
Siehe auch: Stadtteile, Quartiere, Postleitzahlen
Nachbargemeinden
Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Zürich: Regensdorf, Rümlang, Opfikon und Wallisellen im Norden, Dübendorf, Fällanden und Maur im Osten, Zollikon, Kilchberg (ZH) und Adliswil im Süden sowie Stallikon, Uitikon, Schlieren und Oberengstringen im Westen.
Geschichte
→ Hauptartikel: Geschichte der Stadt Zürich
Frühgeschichte und Mittelalter
Im Unterschied zu den meisten anderen schweizerischen Grossstädten stieg Zürich im Frühmittelalter in den Rang einer Stadt auf. In Turicum gab es zwar bereits zur Römerzeit eine Zollstation und ein Kastell, die zugehörige Siedlung kann aber noch nicht als Stadt bezeichnet werden. Das frühmittelalterliche, alemannische Zürich war eng verbunden mit dem Herzogtum Schwaben und zwei bedeutenden geistlichen Stiftungen der deutschen Könige, dem Grossmünster und dem Fraumünster, die dem Kult um die Stadtpatrone Felix und Regula geweiht waren. Nach dem Zerfall der zentralen Gewalt im Herzogtum Schwaben und dem Aussterben der Zähringer 1262 konnte sich Zürich den Status der Reichsunmittelbarkeit sichern. Der Titel einer Reichsstadt bedeutete de facto die Unabhängigkeit der Stadt. De jure löste sich Zürich jedoch erst 1648 von der Oberhoheit des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches.
Im Innern wurden die Geschicke Zürichs seit der Zunftrevolution durch Bürgermeister Rudolf Brun im Jahr 1336 durch den Stadtadel und die Handwerkervereinigungen (Zünfte) gemeinsam geleitet (Brunsche Zunftverfassung). 1351 schloss sich Zürich zur Sicherung seiner Unabhängigkeit gegen das aufstrebende süddeutsche Adelsgeschlecht der Habsburger der schweizerischen Eidgenossenschaft an und wurde zusammen mit Bern zum Vorort dieses Staatenbundes. Der wohl bis heute wichtigste Beitrag Zürichs zur Weltgeschichte war die Reformation von Ulrich Zwingli. Unter seiner geistigen Führung wurde seit 1519 Zürich zum reformierten Rom an der Limmat. Auch die Täuferbewegung nahm ihren Ausgangspunkt in Zürich.
18. und 19. Jahrhundert
In ihrem Umland eroberte und erwarb Zürich bedeutende Territorien, die der Stadt bis 1798 politisch untergeordnet waren. Mit dem Untergang der freien Republik der Stadt Zürich nach dem Einmarsch der Franzosen in die Schweiz ging die Stadt zusammen mit dem ehemaligen Untertanenland im neuen Kanton Zürich auf. Im beginnenden 19. Jahrhundert kam es zwar zu einer kurzfristigen Restauration der städtischen Vorherrschaft im Kanton, die jedoch von kurzer Dauer war. Zürich ist seitdem nunmehr der Hauptort des gleichnamigen Kantons Zürich.
Der Aufstieg Zürichs zum wirtschaftlichen Zentrum der Schweiz begann bereits mit der Textilindustrie im 18. und 19. Jahrhundert. Unter der politischen und wirtschaftlichen Führung der Liberalen, insbesondere von Alfred Escher, wurde die führende Rolle Zürichs ab 1846 durch die Gründung von zahlreichen Banken und Versicherungen auch auf den Finanz- und Dienstleistungssektor ausgedehnt. Seit dem Niedergang der Zürcher Industrie in der Nachkriegszeit hat die Bedeutung dieses Sektors noch zugenommen.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann ein bis in die 1970er-Jahre andauernder Bauboom, der Zürich von einer Kleinstadt zur Grossstadt mit all ihren Problemen wachsen liess. Das stürmische Wachstum beschränkte sich zuerst auf einen Um- und Neubau des Zentrums, erfasste aber zunehmend auch die umliegenden ländlichen Gemeinden. In zwei Eingemeindungswellen wurden 1893 und 1935 20 Landgemeinden mit der alten Stadtgemeinde zusammengefasst. Die Errichtung eines «Millionenzürich» scheiterte jedoch bis heute. Während nämlich ursprünglich die Finanzstärke der Stadt bzw. die leeren Kassen der Vororte Motor der freiwilligen Stadterweiterungen waren, sind heute die verbleibenden Vororte finanziell eher besser gestellt als die Stadt. Dies schlägt sich insbesondere in den Steuersätzen nieder.
20. Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert stand Zürich politisch im Bann der Arbeiterbewegung. Schon vor dem Landesstreik 1918 war in Zürich die Konfrontation zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft besonders heftig ausgefallen, da Zürich grosse Industriebetriebe mit tausenden von Arbeitern aufwies, aber auch eine Hochburg des Grossbürgertums war. In der Zwischenkriegszeit wurde das Rote Zürich zu einem Aushängeschild für die Regierungsfähigkeit der Sozialdemokratie. Trotzdem wurde gerade in Zürich 1939 die als Landi bekannt gewordene Landesausstellung zu einem Symbol für den Zusammenhalt und den Widerstandswillen der Schweiz im Zeichen der Geistigen Landesverteidigung gegen Hitlerdeutschland. Schliesslich wurde 1943 der Zürcher Stadtpräsident Ernst Nobs als erster Sozialdemokrat in den Bundesrat gewählt. In der Nachkriegszeit blieb Zürich Sammelbecken und Bühne für Protestbewegungen, wie 1968 anlässlich der Globus-Krawalle und 1980 für die Jugendunruhen. Noch heute ist der 1. Mai in Zürich jährlich von Auseinandersetzungen des autonomen «Schwarzen Blockes» mit der Polizei gekennzeichnet.
Ein Problem der Stadt war lange auch die offene Drogenszene. In der Mitte der 1980er Jahre wurde der Platzspitz weltweit als Needlepark bekannt. Er wurde am 5. Februar 1992 zwangsgeräumt und abgeriegelt, daraufhin verschob sich die Drogenszene an den stillgelegten Bahnhof Letten.
Das Areal des stillgelegten Bahnhofs Letten bot ab 1992 die Kulisse für die grösste offene Drogenszene Europas. Mehrere tausend Drogenabhängige aus dem In- und Ausland lebten hier oder besorgten sich ihren Stoff. Hundertschaften von Polizisten nahmen des Öfteren in der Anwesenheit von Kamerateams Razzien vor und versuchten so den Markt auszutrocknen. Diese Versuche blieben erfolglos und so wurde der Letten am 14. Februar 1995 polizeilich geräumt. Auswärtige Drogenabhängige wurden grösstenteils an ihre Herkunftsgemeinden respektive Wohnortgemeinden zurückgeführt, ausländische Abhängige zwangsausgeschafft. Die Reste der Drogenszene verlagerten sich zunehmend ins Gebiet entlang der Langstrasse. Zur Entschärfung der Situation trug dabei sehr stark der Versuch der staatlichen Heroinabgabe bei, so dass sich nicht umgehend eine neue Szene bildete. Heute ist die staatliche Drogenabgabe gesetzlich verankert und vom Volk per Referendum abgesegnet.
Die Langstrasse ist ein Zentrum des Zürcher Nachtlebens. Seit der Auflösung der offenen Drogenszenen wurde das Viertel zur Jahrtausendwende hin auch zum Zentrum des Drogenhandels. Die Kriminalitätsrate im Langstrassenquartier ist zwar weiterhin relativ hoch, jedoch verbesserte sich die Situation dank verschiedener Projekte der öffentlichen Hand. Heute hat sich die Situation stabilisiert und der Stadtteil ist zu einer festen Grösse im Kultur- und Nachtleben Zürichs geworden. Nach wie vor ist die Stadt aber Anziehungspunkt für Drogenkonsumenten aus den Nachbarkantonen.
Gegenwart
In den 1980er Jahren war Zürich in einem Teufelskreis zwischen der Nachfrage nach mehr Bürofläche in der Innenstadt, der Stadtflucht und der drohenden Verslumung ganzer Stadtkreise wegen der Drogenprobleme gefangen. Massnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt wie die Verkehrsbefreiung des Niederdorfs konnten nicht verhindern, dass die Innenstadt Zürichs immer unattraktiver wurde. Veränderungen schienen unmöglich – 1986 brachte die damalige Baudirektorin Ursula Koch mit ihrem berühmtgewordenen Satz «Zürich ist gebaut» die Perspektivlosigkeit der Politik in Bezug auf die weitere Zukunft Zürichs zum Ausdruck. Erst Mitte der 1990er Jahre konnte die Blockade überwunden werden, zuerst durch eine neue Bau- und Zonenordnung 1996 und die Liberalisierung des Gastgewerbegesetzes 1997. Besonders letzteres wirkte enorm belebend auf das Nachtleben Zürichs und liess innerhalb kürzester Zeit unzählige neue und innovative Restaurants, Bars und Diskotheken aus dem Boden schiessen. 1998 konnte unter dem neuen Baudirektor Elmar Ledergerber (seit 2002 Stadtpräsident) die jahrelang nur langsam vorankommende Neugestaltung der Industriebrachen in Zürich-West und in Oerlikon beschleunigt werden, so dass sich bis heute an beiden Standorten trendige und moderne neue Stadtquartiere entwickeln konnten. Zürich wurde durch diese plötzlich rasante Modernisierung wieder zu einer pulsierenden Metropole, für die sich das Schlagwort «Downtown Switzerland» etabliert hat.
→ Siehe auch: Territoriale Entwicklung Zürichs, Geschichte des Kantons Zürich
Wappen
→ Hauptartikel: Wappen des Kantons und der Stadt Zürich
Das von Silber und Blau schräg geteilte Wappen entstand im 14. Jahrhundert und wurde aus den blau-weiss gestreiften städtischen Bannern abgeleitet, die wohl im 13. Jahrhundert zum ersten Mal auftauchen als Zürich zur freien Reichsstadt wurde. Zur Unterscheidung vom Kanton Zürich, der das gleiche Wappen verwendet, wird der städtische Schild von einer Mauerkrone gekrönt. Das Wappentier der Stadt Zürich, der «Zürileu», ist der Löwe. Traditionellerweise wird der Schild im Vollwappen von zwei stehenden Löwen gehalten, die in der Heraldik als Zeichen für Mut, Kraft, Stärke, Kühnheit und Tapferkeit gelten.
Heute benutzen der Kanton und die Stadt Zürich dasselbe Wappen. Während das Vollwappen des Kantons Zürich einen Löwen mit einem Schwert auf der linken Seite (das Schwert als Symbol für den Krieg und die Staatsgewalt) sowie einen Löwen mit einem Palmwedel auf der rechten Seite (der Palmwedel als Friedenssymbol) zeigt, sind auf dem Vollwappen der Stadt als Wappenträger zwei stilisierte Löwen dargestellt. Zudem liegt über dem Wappen eine Mauerkrone. Dieses wird seit Ende 2005 als einheitliches Logo für alle städtischen Ämter (einige wenige Ausnahmen vorbehalten) verwendet.
Bevölkerung
Offiziell leben in der Stadt rund 370'062 Personen (Stand Ende 2006). 30.0 % der in Zürich gemeldeten Einwohner, das sind 110'960 Personen, besitzen keinen Schweizer Pass. Unter den Ausländern haben Personen aus Deutschland (17.4 %, 21'846) den grössten Anteil, gefolgt von Staatsangehörigen Italiens und Serbiens.[2]
In Zürich leben viele zugezogene Personen aus anderen Kantonen. Aufgrund lokal und regional unterschiedlicher Steuersätze wird die Anmeldung auf Stadtgebiet häufig vermieden.
In der Agglomeration Zürich leben gegenwärtig 1,08 Millionen Personen; in der Metropolitanregion Zürich (inkl. Winterthur, Baden, Brugg, Schaffhausen, Frauenfeld, Uster/Wetzikon, Rapperswil-Jona und Zug) sind es rund 1.68 Millionen.[3]
Die Einwohner von Zürich werden als Zürcher und nicht als Züricher bezeichnet.
Sprachen
Die Amts- und Verkehrssprache Deutsch, welche im alltäglichen Umgang überwiegend als Zürichdeutsch gesprochen wird, benutzen gemäss der Volkszählung 2000 77.7 % der Einwohner als Hauptsprache. Unter den zahlreichen weiteren verwendeten Hauptsprachen sind Italienisch (4.7 %), die Sprachen des ehemaligen Jugoslawiens (2.4 %), Spanisch (2.2 %) und Französisch (2.1 %) am weitesten verbreitet[4].
Religionen, Konfessionen
Seit der Reformation unter Huldrych Zwingli galt Zürich als ein Zentrum und Hochburg des Protestantismus in der Schweiz. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts jedoch ging der Anteil der Reformierten aufgrund der fortschreitenden Säkularisierung und vermehrter Einwanderung von Personen verschiedenster Religionen stetig zurück. Heute sind die Katholiken mit 33.3 % die grösste Religionsgruppe, erst an zweiter Stelle folgt die Reformierte Landeskirche mit 32.1 %. Rund 12'000 Personen gehören der christlich-orthodoxen Konfession an.
Ein starkes Wachstum in der Stadt verzeichnet die islamische Gemeinde: Die Anzahl Muslime stieg in 10 Jahren um mehr als das doppelte von rund 9'000 auf 20'000 Personen (Stand: 2000) an. Die jüdische Gemeinde in Zürich ist die grösste der Schweiz: Um die 5'000 Juden leben in Zürich. Immer mehr Zürcher bezeichnen sich zudem als konfessionslos; der Anteil der Konfessionslosen (16.8 %) und derjenigen ohne Angabe einer Konfession (5.2 %) war im Jahr 2000 zusammen bei 22 Prozent.[4][5].
Nebst den bereits genannten religiösen Strömungen gibt es in Zürich auch eine Vielzahl von freikirchlichen Gemeinden und kleineren Glaubensgemeinschaften.[6] So existieren Versammlungsorte der folgenden Gemeinschaften: Baptistengemeinde, Chrischona-Gemeinde, Evangelisch-methodistische Kirche, Evangelische Täufergemeinde, Freie Evangelische Gemeinde, Freie Missionsgemeinde, Heilsarmee, GvC, ICF Movement und verschiedene freie Gemeinden. Im weiteren gibt es die neuapostolischen Kirche deren internationaler Hauptsitz in Zürich-Schwamendingen liegt.
Soziales
Im Oktober 2007 waren laut dem statistischen Amt 5'462 Personen in der Stadt Zürich als arbeitslos gemeldet. Das entsprach einer Arbeitslosenquote von 2.6 %.[7]. Der vergleichsweise niedrigen Arbeitslosigkeit steht eine grössere Zahl an Sozialhilfebezügern gegenüber: Rund 4 % der Stadtbevölkerung bzw. 14'000 Personen leben direkt oder indirekt von der Sozialhilfe (Stand: 2006)[8].
Politik
Legislative: Gemeinderat
| Sitzverteilung im Zürcher Gemeinderat | ||||
|---|---|---|---|---|
| Partei | 2006 | 2002 | 1998 | 1994 |
| Sozialdemokratische Partei (SP) | 44 | 49 | 49 | 43 |
| Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) | 19 | 20 | 26 | 28 |
| Schweizerische Volkspartei (SVP) | 24 | 31 | 26 | 19 |
| Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) | 10 | 9 | 8 | 10 |
| Landesring der Unabhängigen (LdU) | 0 | 0 | 4 | 7 |
| Grüne Partei | 14 | 10 | 7 | 5 |
| Alternative Liste/PdA (AL) | 5 | 3 | 2 | 2 |
| Evangelische Volkspartei (EVP) | 6 | 2 | 1 | 2 |
| Schweizer Demokraten (SD) | 3 | 0 | 1 | 4 |
| Übrige | 0 | 1 | 1 | 0 |
Die Legislative der Stadt Zürich ist der Gemeinderat mit 125 Mitgliedern, die seit 2006 nach dem Proporzverfahren nach der «doppeltproportionalen Divisormethode mit Standardrundung» («doppelter Pukelsheim») gewählt werden. Mit diesem Wahlverfahren sollen Verzerrungen in den kleinen Wahlkreisen und eine Bevorzugung der grossen Parteien verhindert werden. Eine Partei muss dabei aber in mindestens einem Wahlkreis fünf Prozent der Stimmen erhalten, um bei der Verteilung der Sitze berücksichtigt zu werden. Die Fünf-Prozent-Hürde war in dem System ursprünglich nicht vorgesehen. Sie soll eine zu starke Zersplitterung der Parteienlandschaft verhindern.
Das Stadtgebiet ist in neun Wahlkreise aufgeteilt. Die Zahl der Personen, die in einem Wahlkreis wohnhaft sind, wird durch einen Zuteilungs-Divisor geteilt und zur nächstgelegenen ganzen Zahl gerundet. Das Ergebnis bezeichnet die Zahl der Sitze, die im betreffenden Wahlkreis zu vergeben sind. Der Zuteilungs-Divisor wird so festgelegt, dass 125 Sitze vergeben werden.
Der Gemeinderat tagt jeden Mittwochabend im Zürcher Rathaus.
Exekutive: Stadtrat
Der Stadtrat als Kollegialbehörde mit neun Mitgliedern ist die Exekutive der Stadt Zürich. Seine Hauptaufgabe ist die Leitung der Stadtverwaltung. Die stimmberechtigten Zürcherinnen und Zürcher wählen den Stadtrat alle vier Jahre nach dem Majorzwahlverfahren. Die letzten Wahlen fanden am 12. Februar 2006 statt. Stadtpräsident ist seit 2002 Elmar Ledergerber. Die vom Stadtschreiber geleitete Stadtkanzlei unterstützt den Stadtrat in administrativen Belangen.
| Mitglieder des Zürcher Stadtrates | ||
|---|---|---|
| Name | Departement | Partei |
| Elmar Ledergerber | Präsidialdepartement | SP |
| Esther Maurer | Polizeidepartement | SP |
| Ruth Genner | Tiefbau- und Entsorgungsdepartement | Grüne |
| Robert Neukomm | Gesundheits- und Umweltdepartement | SP |
| Kathrin Martelli | Hochbaudepartement | FDP |
| Martin Vollenwyder | Finanzdepartement | FDP |
| Andres Türler | Departement der Industriellen Betriebe | FDP |
| Martin Waser | Sozialdepartement | SP |
| Gerold Lauber | Schul- und Sportdepartement | CVP |
Die Stadtverwaltung ist in neun Departemente geordnet, denen jeweils ein Mitglied des Stadtrates vorsteht:
- Das Präsidialdepartement mit ca. 500 Angestellten ist für die Führung und Koordination des Stadtrates zuständig und liefert der Behörde Grundlagen für politische und administrative Entscheidungen. Es umfasst die Bereiche Kultur, Museen, Bevölkerung, Stadtentwicklung, Gleichstellung, Archiv und Statistik. Administrativ sind dem Präsidialdepartement die Finanzkontrolle sowie die Stadtammann-, Betreibungs- und Friedensrichterämter zugeordnet. Sitz des Präsidialdepartements und des Stadtpräsidenten ist das Stadthaus.
- Das Finanzdepartement beinhaltet die Finanzverwaltung, das Steuerwesen, die Dienste für Personal, Organisation und Informatik sowie die städtische Liegenschaftenverwaltung (LVZ).
- Das Polizeidepartement im Amtshaus I am Bahnhofquai umfasst die Stadtpolizei, Polizeirichteramt, sowie die Dienstabteilung Schutz + Rettung (SRZ), die Sanität, Feuerwehr und Zivilschutz umfasst.
- Das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement im Amtshaus V am Werdmühleplatz mit ca. 1600 Angestellten umfasst die Ämter für Tiefbau, Geomatik und Vermessung, den Grünraum (Grün Stadt Zürich), Entsorgung + Recycling (ERZ).
- Das Hochbaudepartement beinhaltet die Ämter für Hochbauten, Städtebau, Baubewilligungen sowie das Baugeschichtliche Archiv, die Denkmalpflege, die Stadtarchäologie und die Kreisarchitekten. Zusätzlich bewirtschaftet es die städtischen Immobilien.
- Das Gesundheits- und Umweltdepartement umfasst alle städtischen Ämter und Dienste des Gesundheitswesens und der Alterspflege sowie den Bereich Umweltschutz und die Stadtküche.
- Das Departement der industriellen Betriebe mit ca. 3400 Angestellten betreibt die Wasserversorgung (WVZ), das Elektrizitätswerk (EWZ), die städtischen Verkehrsbetriebe (VBZ), sowie die Verwaltung der rechtlich selbständigen Gasversorgung.
- Das Schul- und Sportdepartement befasst sich mit der Volksschule sowie den Sportanlagen und -anlässen in Zürich.
- Das Sozialdepartement im Verwaltungszentrum Werd umfasst die Sozial- und die Vormundschaftsbehörde. Seine Angebote umfassen die Bereiche Existenzsicherung, Beratung, Beschäftigung, Unterstützung von Migranten, Überlebenshilfe für Drogenabhängige und Obdachlose, Kinderbetreuung und Soziokultur.
Die verschiedenen Ämter und Abteilungen der Stadtverwaltung sind über die ganze Stadt Zürich verstreut in den sog. «Amtshäusern». Kurz vor dem Ersten Weltkrieg bestand ein Projekt von Gustav Gull, das die Zusammenfassung aller Amtsstellen in einem grossen Rathausneubau an der Limmat um und über der Uraniastrasse vorsah. Dieses Projekt wurde nur teilweise verwirklicht (Amtshäuser I, II und III), so dass sie zusammen mit dem Stadthaus den wachsenden Raumbedürfnissen der Stadtverwaltung nicht mehr genügten. Seit einigen Jahren ist die Stadtverwaltung bemüht, die Amtsstellen wieder zu konzentrieren. Zu diesem Zweck hat die Stadtverwaltung 2001 das Hochhaus Werd erworben und bis 2005 zum Verwaltungszentrum Werd umgebaut.
→ Siehe auch: Liste der Bürgermeister und Stadtpräsidenten der Stadt Zürich
Kantonale Behörden
Als Kantonshauptstadt ist Zürich auch Sitz des Parlaments, der Regierung und Verwaltung des Kantons Zürich. Die kantonale Legislative – der Kantonsrat – tagt wie der Stadtzürcher Gemeinderat im Rathaus am Limmatquai. Die kantonale Verwaltung ist am Walcheplatz und am Neumühlequai domiziliert (Verwaltungsgebäude Walche und Caspar-Escher-Haus). Zusätzlich befindet sich die kantonale Judikative – das kantonale Obergericht, das Geschworenen-, das Handels- und das Kassationsgericht – in der Stadt Zürich (am Hirschengraben und am Grossmünsterplatz). Das Bezirksgericht des Bezirks Zürich, mit rund 400 Angestellten das grösste Gericht im Kanton Zürich, ist in verschiedenen Gebäuden an der Badenerstrasse untergebracht, mehrheitlich im sog. Bezirksgebäude.
Partnerstädte
San Francisco (ein privates, von der Stadt unterstütztes Projekt)
Kunming
Wirtschaft
Zürich gilt als das Wirtschaftszentrum der Schweiz. Der gesamte Wirtschaftsraum in und um Zürich wird auch als Greater Zurich Area bezeichnet. International zeichnet er sich insbesondere durch niedrige Steuersätze und einer hohen Lebensqualität aus, weshalb auch einige internationale Konzerne einen Sitz in Zürich haben. Aufgrund ihrer internationalen wirtschaftlichen Bedeutung wird die Stadt Zürich oft zu den Global Cities gezählt.
Die Wirtschaft ist sehr stark auf den Dienstleistungssektor ausgerichtet, in dem knapp 90 % der Zürcher Beschäftigten tätig sind. Im Industriesektor sind rund 10 % tätig und in der Landwirtschaft sind es heute weniger als 1 %. Bei einer erwerbstätigen Wohnbevölkerung von 200'110 (Stand: Volkszählung 2000) weist die Stadt 318'543 Arbeitsplätze vor. Die Mehrheit der Beschäftigen (56 %) waren Zupendler aus anderen Gemeinden. Neben den rund 178'000 Zupendelnden gibt es rund 39'000 aus der Stadt Wegpendelnde.
Die wichtigste Branche in Zürich ist der Finanzdienstleistungssektor, der am Paradeplatz sein Zentrum hat. Die beiden Grossbanken UBS, die weltweit grösste Vermögensverwalterin, und Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank, die Zürcher Kantonalbank, die traditionsreiche Privatbank Julius Bär sowie etliche kleinere Bankinstitute haben ihren Sitz in der Stadt. Auch über 100 Auslandbanken sind in Zürich vertreten. Auf dem Bankenplatz Zürich sind rund 45'000 Personen beschäftigt, knapp die Hälfte aller Bankangestellten der Schweiz. Eine grosse Bedeutung hat das Privatkundengeschäft, da über 25 % der weltweit grenzüberschreitend angelegten Vermögenswerte in Zürich verwaltet werden (schweizweit sind es rund einen Drittel).[9] Auch die Börse Swiss Exchange spielt international eine wesentliche Rolle und verstärkt die Bedeutung des Finanzplatzes Zürich. Sie gehört zu den technologisch führenden Börsen der Welt. Im Weiteren repräsentiert Zürich weltweit den drittgrössten Versicherungsmarkt. Swiss Re, die weltweit grösste Rückversicherung, und Swiss Life, der grösste Lebensversicherungskonzern der Schweiz, haben ihre Hauptsitze in Zürich. Eine weitere Versicherungsgesellschaft von internationaler Bedeutung ist die Zurich Financial Services. Der gesamte Finanzdienstleistungssektor generiert nahezu 50 % der Steuereinnahmen der Stadt Zürich.[10]
Als zweitwichtigste Branche folgen die unternehmensbezogenen Dienstleistungen wie Rechts- und Unternehmensberatung, Informatik oder Immobilienverwaltung. Zu erwähnen ist etwa das Unternehmen IBM Schweiz, das in Rüschlikon ein bedeutendes Forschungslabor betreibt. Seit 2004 betreibt zudem Google in Zürich das europäische Forschungszentrum. Auf dem ehemaligen Areal der Hürlimann AG soll der zweitgrösste Standort des Unternehmens nach Mountain View entstehen.[11]
Durch den Strukturwandel hat die Bedeutung der produzierenden Industrie und der Bauwirtschaft abgenommen. Allerdings haben immer noch bedeutende Industriefirmen Niederlassungen in der Stadt Zürich, so zum Beispiel Siemens. Der Elektrotechnikkonzern ABB hat zudem seinen Hauptsitz in Zürich.
Aus den übrigen Branchen sind insbesondere zu erwähnen: der grösste Schweizer Detailhandels-Konzern Migros, der weltgrösste Schokoladenproduzent Barry Callebaut, die beiden grössten Automobilhändler AMAG Gruppe und Emil Frey Gruppe, sowie der grösste Schweizer Reisekonzern Kuoni.
Nicht zuletzt dank der kulturellen Vielfalt in Zürich ist auch der Tourismus in den letzten Jahren ein bedeutender Wirtschaftsfaktor geworden. Jedes Jahr kommen rund 9 Mio. Tagestouristen sowie 2 Mio. Übernachtungsgäste nach Zürich. Eine Mehrheit davon ist jedoch auch geschäftlich in Zürich.
Infrastruktur und Lebensqualität
Strom- und Wasserversorgung
Für die Stromversorgung ist das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) verantwortlich, das 14 eigene Kraftwerke besitzt. Die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser stellt die Wasserversorgung Zürich (WVZ) sicher. EWZ und WVZ sind kommunale Unternehmen und der Stadtverwaltung unterstellt.
Das Trinkwasser stammt heute zu rund 70 % aus dem Zürichsee, 15 % davon ist Grundwasser und 15 % Quellwasser. Mit rund 1‘200 Brunnen ist Zürich eine der brunnenreichsten Städte der Welt[12]. Aus allen öffentlichen Brunnen fliesst Trinkwasser. Das Brunnenwasser stammt entweder aus dem normalen Leitungsnetz der Wasserversorgung oder - bei rund 400 Brunnen - aus dem speziellen Quellwassernetz. Diese Notwasserversorgung beruht auf einem von der übrigen Wasserversorgung unabhängigen Netz, welches mit Quellwasser aus dem Sihl- und Lorzetal und von Stadtquellen gespeist wird[13]. Neben den 80 Notwasserbrunnen aus Bronze, die 1973 vom Innenarchitekten Alf Aebersold entworfen worden und in der ganzen Stadt verteilt sind, sind rund 300 weitere Brunnen an das separate Quellwassernetz angeschlossen. Viele Jahrhunderte lang waren die öffentlichen Brunnen von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Zürichs. Heute dienen sie in erster Linie der Verschönerung der Stadt.
Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr
Im Polizeidepartement sind städtische Aufgabengebiete zusammengefasst, die mit Sicherheit zu tun haben; vor allem die Dienstabteilungen Stadtpolizei Zürich und Schutz und Rettung Zürich. Schutz und Rettung Zürich ist die grösste zivile Rettungsorganisation der Schweiz, in der seit 2000 fast alle Hilfsdienst- und Rettungsdienstorganisationen (z. B. Zürcher Sanität, Feuerwehr, Zivilschutz) zusammengefasst sind. Kantonale und Bundesaufgaben werden ebenfalls wahrgenommen.
Lebensqualität
Zürich ist im Jahr 2008/09 zum siebten Mal in Folge für weltbeste Lebensqualität ausgezeichnet worden. In der Studie «Worldwide Quality of Living Survey 2007» untersuchte die renommierte Beratungsfirma Mercer 215 Grossstädte anhand von 39 Kriterien, darunter Freizeit, Erholung, Sicherheit, Sauberkeit, politische und ökonomische Stabilität, sowie medizinische Versorgung[1]. Zürich befindet sich dabei in der Wertung knapp vor Wien, Genf und Vancouver.
In einer Studie der Globalization and World Cities Research Group an der englischen Loughborough University landete Zürich in der Kategorie der Beta-Weltstädte auf dem ersten Rang[14], zusammen mit San Francisco, Sydney und Toronto.
Zürich besitzt die Auszeichnung "Energiestadt Gold" für eine nachhaltige Energiepolitik[15]. Die offiziellen Gebäude im Eigentum der Stadt Zürich werden in der Regel nach Minergie gebaut.
Medien
Mehrere grosse Schweizer Medienhäuser haben ihren Hauptsitz in Zürich, darunter die tamedia an der Werdstrasse, Ringier an der Dufourstrasse und der NZZ-Verlag an der Falkenstrasse. Die Stadt ist darum einer der wichtigsten Medienstandorte der Deutschschweiz. Dieser Status wird durch die grosse Zahl vorhandener elektronischer Medien weiter verstärkt.
Fernsehen
Im Quartier Leutschenbach, nördlich des Bahnhofs Oerlikon, befinden sich sowohl die zahlreichen Sendestudios als auch die Verwaltung des öffentlich-rechtlichen Schweizer Fernsehens (SF).
Das Regionalfernsehen TeleZüri, das zwischenzeitlich als Tele 24 die ganze Schweiz versorgte, hat seinen Sitz auf dem Steinfelsareal beim Escher-Wyss-Platz. In Schlieren werden die privaten TV-Sender Star TV und U1 TV sowie 3+ produziert.
Radio
Ein Teil des öffentlich-rechtlichen Schweizer Radio DRS befindet sich in Zürich. Im Stadtteil Unterstrass werden die Radioprogramme von DRS 1 und DRS 3 sowie das Regionaljournal der Region Zürich/Schaffhausen produziert. Die anderen Nachrichtensendungen werden hingegen aus Bern übertragen.
Verschiedene lokale Radiosender (Radio 24 an der Limmatstrasse, Energy Zürich im Seefeld, Radio LoRa und Radio 1) sind ebenfalls in der Stadt Zürich beheimatet. Daneben sorgen unter dem Jahr zahlreiche Eventradios (CSD Radio (Mai/Juni), Radio Streetparade (Juli/August) und rundfunk.fm (August/September)) für Abwechslung im Äther.
Zeitungen
Die Printmedien-Landschaft hat in den letzten fünfzig Jahren eine starke Konzentration erfahren. Heute erscheinen in Zürich drei grosse Tageszeitungen mit überregionaler Bedeutung: Die international renommierte und traditionell bürgerlich-liberale Neue Zürcher Zeitung (NZZ), der linksliberale Tages-Anzeiger des tamedia-Verlags sowie die nationale Boulevard-Zeitung Blick aus dem Hause Ringier. Dazu kommen deren Sonntagsausgaben: die NZZ am Sonntag, die SonntagsZeitung und der SonntagsBlick.
Nur werktags erscheinen die morgendlichen Gratiszeitungen 20 Minuten, .ch und NEWS sowie der Blick am Abend. Ebenfalls als Gratiszeitung wird das Tagblatt der Stadt Zürich – in seiner Funktion als städtisches Amtsblatt – mittwochs an die Haushalte geliefert. Hinzu kommen die kostenlos verteilten, wöchentlich erscheinenden Quartierzeitungen Zürich 2, Zürich West, Züriberg und Zürich Nord sowie (als Beilage zum Tagblatt der Stadt Zürich) Die Vorstadt und Quartierecho.
Nicht mehr herausgegeben werden u.a. Die Tat, die dem Migros-Konzern nahestand, die ZüriWoche sowie die kurzlebigen Gratisblätter ZürichExpress (erschien 1999–2003), Metropol (2000–2002) und heute (2006–2008).
Zeitschriften
Aus den grossen Verlagshäusern in der Stadt entstammen zahlreiche weitere Publikationen. Zu den wichtigsten gehören die Wirtschaftszeitschrift Bilanz, das Nachrichtenmagazin Weltwoche sowie die Frauenzeitschrift Annabelle.
Verkehr
Individualverkehr
Die Stadt Zürich besitzt Anschlüsse an alle wichtigen Schweizer Autobahnen. Über die A1 gelangt man direkt nach Genf oder St. Gallen, mit der A3 hat man Anschluss nach Basel und Chur und die A4 verbindet Winterthur via Zürich mit Luzern.
Trotz oder gerade wegen der guten Anschlüsse kommt es in Zürich regelmässig zu Verkehrsüberlastungen. Seit 1985 ist als Gegenmassnahme die Nordumfahrung der Stadt in Betrieb, welche aber auch schon wieder an ihre Kapazitätsgrenzen stösst. Zu täglichen Staus kommt es zudem auf der ursprünglich als Provisorium errichteten Westtangente (1972), einer innerstädtischen Verbindung der beiden Autobahnenden der A1 und A3, die teilweise mitten durch Wohnquartiere führt. Die Inbetriebnahme des Uetlibergtunnels bzw. der Westumfahrung Zürich (2009) und die geplante Erweiterung des Gubristtunnels (ca. 2012) sollen hier Abhilfe schaffen. Des weiteren steht der Bau eines sogenannten Stadttunnels in der Diskussion, welcher die ganze Stadt unterqueren und so die drei Autobahnen nach Bern/Basel (A1), Chur (A3) und Winterthur (A1/A4) unterirdisch verbinden würde.
Fernverkehr
Mit dem Hauptbahnhof Zürich besitzt Zürich den grössten und wichtigsten Verkehrsknoten der Schweiz. Auf 16 Haupt- und 10 S-Bahn-Gleisen werden die Züge aus den Regionen der Schweiz und fast alle internationale Züge wie EuroCity, Cisalpino, TGV, ICE und CityNightLine abgefertigt. Täglich verkehren von hier aus 870 nationale und internationale Verbindungen.
Nahverkehr
Das ÖPNV-Angebot der Stadt Zürich wird mehrheitlich durch die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) erbracht. Die VBZ sind Betreiber von 13 Tram-, sechs Trolleybus- und 18 Autobus-Linien auf dem Gebiet der Stadt Zürich. Hinzu kommen neun Quartierbus-Linien sowie das Polybähnli, die Seilbahn Rigiblick und die Dolderbahn. Weitere 32 Autobus-Linien betreiben die VBZ in der Agglomeration Zürich. Das gesamte Streckennetz der VBZ umfasst in der Stadt Zürich ca. 300 Kilometer.
Im Dezember 2006 wurde im Norden Zürichs die erste Etappe der Glattalbahn eröffnet. Eine weiterer Abschnitt dieser Strassenbahn bindet ab 2008 den Flughafen sowie die zwischen Flughafen und Stadt liegenden aufstrebenden Gemeinden direkt an das Tramnetz der Stadt Zürich an.
Diverse U-Bahn-Projekte sind vorwiegend aus finanziellen Gründen bisher gescheitert.
Seit 1990 ergänzt das durch die SBB betriebene S-Bahn-Netz den Nahverkehr und verbindet die Aussengemeinden mit der Stadt Zürich. Auf dem Gebiet der Stadt werden neben dem Hauptbahnhof als Drehscheibe 12 weitere Bahnhöfe von den S-Bahn-Linien bedient. Darunter befindet sich auch der für seine moderne Architektur preisgekrönte Bahnhof Zürich Stadelhofen. Alle Betreiber sind Mitglied im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), weswegen sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb der Tarifverbundgrenzen mit demselben Ticket befahren werden können.
Schifffahrt
Auf dem gesamten Zürichsee verkehren Kursschiffe der Zürichsee-Schiffahrtsgesellschaft (ZSG). Vom Bürkliplatz aus bedienen die Schiffe die beiden Anlegestellen Wollishofen und Zürichhorn, welche sich auf Stadtgebiet befinden. Von dort aus fahren die Schiffe weiter zu den Anlegestellen in den Zürichsee-Gemeinden.
Die Rundfahrt der Limmatschiffe führt auf der Limmat vom Landesmuseum aus bis zum Bürkliplatz und weiter nach Wollishofen und Zürichhorn. Zusätzlich wird mit den Limmatschiffen auch die Haltestelle Hafen Enge bedient.
Wie alle anderen Anbieter im Kanton Zürich ist auch die ZSG Mitglied im Zürcher Verkehrsverbund.
Flugverkehr
Der Flughafen Zürich (früher Flughafen Zürich-Kloten) ist der mit Abstand wichtigste Flughafen der Schweiz und zählt zu den grössten Flughäfen in Europa. Er wird durch die Unique (Flughafen Zürich AG) betrieben. Der nördlich der Stadt Zürich gelegene Flughafen dient als Drehkreuz der Fluggesellschaften Swiss (Swiss International Air Lines und Swiss European Air Lines) und Deutsche Lufthansa (dritter Hub) und ist Heimatflughafen der Fluggesellschaften Belair, Edelweiss Air und Helvetic Airways, sowie Sitz der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega). Der Flughafenkopf liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Kloten, das gesamte Flughafenareal erstreckt sich darüber hinaus auf die Gemeinden Opfikon-Glattbrugg, Rümlang, Oberglatt und Winkel.
Bildung
Die Stadt Zürich gliedert sich in die sieben Schulkreise Glattal, Letzi, Limmattal, Schwamendingen, Uto, Waidberg und Zürichberg. Jeder Schulkreis ist jeweils in kleinere Schuleinheiten aufgeteilt, in welchen die Schulen, Kindergärten und Horte eines geographisch begrenzten Gebietes zusammengefasst sind. Das Netz der Schuleinheiten ist sehr feinmaschig und so haben die meisten Schüler einen relativ kurzen Schulweg innerhalb ihres Quartieres. Die Volksschule, d. h. die Schule, die die obligatorische Schulzeit von neun Jahren abdeckt, ist in Abschnitte von jeweils drei Jahren unterteilt, die Unter-, Mittel- und Oberstufe. Dementsprechend existieren innerhalb einer Schuleinheit Unter-, Mittel- und Oberstufen-Schulhäuser. In den international gebräuchlichen Schulstufen-Einteilungen entspricht die Unter- und Mittelstufe der Primarstufe, die Oberstufe der Sekundarstufe I.
Primarstufe
Die Primarstufe wird eingeteilt in die Unterstufe (1. bis 3. Klasse) und Mittelstufe (4. bis 6. Klasse). Kinder aller Leistungsstufen besuchen den gleichen Unterricht. Das Überspringen von Klassen ist für leistungsstarke Kinder möglich. Nach der Primarstufe müssen die Jugendlichen eine weiterführende Schule der Sekundarstufe I besuchen, da die obligatorische Schulzeit neun Jahre beträgt
Sekundarstufe I
Die meisten Kinder wechseln nach der Primarschule prüfungsfrei in die dreijährige Sekundarschule. Die Gemeinden bzw. Schulkreise haben dabei die Wahl aus zwei Organisationsformen, die Dreiteilige oder die Gegliederte Sekundarschule. Die Dreiteilige Sekundarschule umfasst die Abteilungen A, B und C, die auf unterschiedlichen Anforderungsstufen geführt werden. A ist die anspruchsvollste Stufe. Die Schulkreise Uto, Letzi, Waidberg, Zürichberg, Glattal und Schwamendingen führen eine dreiteilige Sekundarschule. An der Gegliederten Sekundarschule werden Stammklassen und Niveaugruppen gebildet. Dieses Modell führt in der Stadt Zürich
