| Wikipedia | |
|---|---|
| URL | http://de.wikipedia.org (Deutsche Version)
http://www.wikipedia.org (Ăbersicht aller Sprachen) |
| Slogan | Die freie EnzyklopÀdie |
| Kommerziell? | Nein |
| Beschreibung | Wikiprojekt zur Erstellung einer freien EnzyklopÀdie, bei der jeder Artikel schreiben und bearbeiten kann. |
| Registrierung? | optional |
| Sprachen | ĂŒber 190 |
| EigentĂŒmer | Wikimedia Foundation |
| Urheber | Die einzelnen Autoren der âWikimedia-Communityâ |
| Erschienen | Januar 2001 |
| Jahreseinnahmen | 4 Millionen US-Dollar |
Wikipedia ËvÉȘkiËpeËdia ist ein Projekt zur Erstellung einer Online-EnzyklopĂ€die in mehreren Sprachversionen. Der Begriff Wikipedia â ein Kofferwort â setzt sich aus âWikiâ (hawaiisch fĂŒr âschnellâ) und âEncyclopediaâ (englisch fĂŒr EnzyklopĂ€die) zusammen. Das Hauptmerkmal: Alle Menschen können unmittelbar Artikel erstellen oder verĂ€ndern. Bestand hat, was von der Gemeinschaft akzeptiert wird. Bisher haben international etwa 285 000 angemeldete und eine unbekannte Anzahl von nicht angemeldeten Benutzern Artikel zum interaktiven Projekt beigetragen. Mehr als 7000 Autoren arbeiten regelmĂ€Ăig an der deutschsprachigen Ausgabe mit.[1]
Das im Januar 2001 gegrĂŒndete Projekt bezeichnet sich als âfreie EnzyklopĂ€dieâ, weil alle Inhalte unter freien Lizenzen stehen (die Artikeltexte sind durchgĂ€ngig unter der GNU-Lizenz fĂŒr freie Dokumentation lizenziert, bei Bildern gibt es unterschiedliche Lizenzen). Sie rĂ€umen jedermann unentgeltlich das Recht ein, die Inhalte unter bestimmten Bedingungen â auch kommerziell â zu nutzen, zu verĂ€ndern und zu verbreiten. Betrieben wird Wikipedia von der Wikimedia Foundation, einer US-amerikanischen Non-Profit-Organisation. In vielen LĂ€ndern gibt es assoziierte Vereine, die die Ziele der Foundation teilen.
Die Artikelautoren sind unabhÀngig von diesen Organisationen.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die erste belegte Idee, das Internet zur kooperativen Erstellung einer EnzyklopĂ€die zu verwenden, veröffentlichte Rick Gates am 22. Oktober 1993 im Usenet. Das als Interpedia diskutierte Projekt sowie auch die 1999 von einem der bekanntesten Vertreter der Freie-Software-Bewegung Richard Stallman angeregte GNUPedia kamen ĂŒber das Planungsstadium allerdings nicht hinaus.
Im MĂ€rz 2000 startete der Internet-Unternehmer Jimmy Wales seinen Anlauf zu einer Internet-EnzyklopĂ€die. Er engagierte ĂŒber die Firma Bomis, deren Teilhaber und GeschĂ€ftsfĂŒhrer Wales damals war, den Philosophiedozenten Larry Sanger als Chefredakteur und rief mit ihm die Nupedia ins Leben. Der Redaktionsprozess lehnte sich stark an den konventioneller EnzyklopĂ€dien an. Autoren mussten sich bewerben und ihre Texte anschlieĂend einen langwierigen Peer-Review durchlaufen. Entsprechend langsam entwickelte sich das Projekt.
Ende 2000/Anfang 2001 wurden sowohl Wales als auch Sanger auf das Wiki-Prinzip aufmerksam gemacht â angestoĂen durch Sanger ging daraufhin bereits am 10. Januar ein Wiki innerhalb des Nupedia-Projekts online; nur fĂŒnf Tage spĂ€ter, am 15. Januar 2001, war es dann unter der eigenstĂ€ndigen Adresse wikipedia.com erreichbar. Dies gilt als die Geburtsstunde der Wikipedia.[2]
UrsprĂŒnglich wurde Wikipedia auf Nupedia als amĂŒsantes Projekt (âfun projectâ[3]) angekĂŒndigt und sollte als Plattform zur gemeinsamen Erstellung von Artikeln dienen, die spĂ€ter den Redaktionsprozess der Nupedia durchlaufen sollten. Vor allem aufgrund seiner Offenheit â das Wiki-Prinzip gestattete die Mitarbeit ohne Registrierung â entwickelte sich das Vorhaben so rasant, dass diese Idee immer mehr in den Hintergrund trat.
Am 15. MĂ€rz 2001 kĂŒndigte Jimmy Wales auf der Wikipedia-Mailingliste an, Versionen auch in anderen Sprachen einzurichten; unter den ersten waren die französisch-, die katalanisch- und die deutschsprachige Wikipedia.[4] Ende des Jahres 2001 existierte die Wikipedia bereits in 18 verschiedenen Sprachen. Im Februar 2002 entschied sich Bomis, nicht lĂ€nger einen Chefredakteur zu beschĂ€ftigen, und kĂŒndigte den Vertrag mit Larry Sanger. Dieser stellte kurze Zeit spĂ€ter seine Arbeit bei Nupedia und Wikipedia ein.
Im Februar 2002 musste die Wikipedia erstmals einen spĂŒrbaren RĂŒckschlag hinnehmen. Zahlreiche Autoren der spanischen Wikipedia entschlossen sich zu einem Fork. Die GrĂŒnde fĂŒr die Abspaltung unter dem Namen Enciclopedia Libre waren GerĂŒchte ĂŒber die mögliche Einblendung von Werbung innerhalb der Wikipedia und das Unbehagen ĂŒber mangelnden Einfluss in der englischsprachig dominierten, internationalen Projektkoordination.
Um eine weitere Aufspaltung zu verhindern, erklĂ€rte Jimmy Wales im gleichen Jahr, dass die Wikipedia auch kĂŒnftig werbefrei bleiben solle. AuĂerdem Ă€nderte er die Adresse der Website von wikipedia.com auf wikipedia.org mit der fĂŒr nicht-kommerzielle Organisationen gedachten Top-Level-Domain .org.
Am 20. Juni 2003 schlieĂlich verkĂŒndete Wales die GrĂŒndung der Wikimedia Foundation und ĂŒbereignete der Non-Profit-Organisation die Server, auf denen die Wikis liefen, und die Namensrechte, die bis dato bei Bomis oder ihm persönlich lagen.
Mittlerweile existiert Wikipedia in mehr als 250 Sprachen. Im September 2004 ĂŒberschritt der Umfang des Gesamtprojekts die Grenze von einer Million Artikel, mittlerweile sind es ĂŒber 10 Millionen. Die deutschsprachige Wikipedia enthĂ€lt derzeit mehr als 800.000 Artikel, die englische ĂŒber 2,5 Millionen (Stand: Oktober 2008).
Die Wikipedia gewann mehrere Preise, darunter im Mai 2004 einen Prix Ars Electronica und einen Webby Award, sowie den Grimme Online Award 2005 und 2006 den LeadAward als Webleader des Jahres sowie den OnlineStar in der Kategorie âNewsâ.[5] 2008 erhielt die Wikipedia, zusammen mit drei weiteren PreistrĂ€gern, den Quadriga-Preis. Jimmy Wales nahm am 3. Oktober 2008 die mit 25.000 Euro fĂŒr die Wikipedia dotierte Auszeichnung in der Berliner Komischen Oper entgegen.[6]
Organisation
Funktionsweise
Wikipedia ist ein Wiki, das heiĂt eine Website, bei der jeder Benutzer ohne Anmeldung BeitrĂ€ge schreiben und bestehende Texte Ă€ndern kann. Ausnahmen bilden umstrittene Artikel, die mit einer zeitweisen Total- oder Teilsperre belegt werden können. Eine Redaktion im engeren Sinne gibt es nicht, das Prinzip basiert vielmehr auf der Annahme, dass sich die Benutzer gegenseitig kontrollieren und korrigieren.
Der Inhalt ist als Hypertext organisiert. Querverweise und Formatierungsanweisungen geben die Autoren in einer einfachen Syntax ein. So wandelt die Software in doppelte eckige Klammern gesetzte Begriffe ([[Beispiel]]) automatisch in einen internen Link auf den betreffenden Artikel um. Existiert dieser noch nicht, erscheint der Link in rot, und beim Anklicken öffnet sich ein Eingabefeld, in dem der Leser einen neuen Artikel verfassen kann. Diese einfache Verlinkungsmöglichkeit hat dafĂŒr gesorgt, dass die Artikel der Wikipedia wesentlich dichter miteinander vernetzt sind als die der herkömmlichen digitalen EnzyklopĂ€dien.
Neben den im Kontext angebrachten Hyperlinks auf andere Artikel existieren noch weitere Navigationsmöglichkeiten, wie Kategorien oder der alphabetische Index, die jedoch eine untergeordnete Rolle spielen.
Prinzipien
Der vorgegebene Rahmen fĂŒr die Autoren ist sehr weit gefasst. Die Initiatoren haben nur sehr wenige Richtlinien aufgestellt, die als unumstöĂlich gelten.
Dazu zĂ€hlt als erster Grundsatz, dass Wikipedia der Schaffung einer EnzyklopĂ€die gewidmet ist. Welche Themen aufgenommen werden und in welcher Form, entscheidet die Community in einem offenen Redaktionsprozess. Konflikte in der Wikipedia kreisen in diesem Zusammenhang meist darum, was Wissen darstellt, wo die Abgrenzung zu reinen Daten liegt und was unter enzyklopĂ€discher Relevanz zu verstehen ist. Abgesehen von groben Leitlinien, die Wikipedia von anderen Werktypen wie Wörterbuch, Datenbank, Link- oder Zitatsammlung abgrenzen, gibt es keine allgemeinen Kriterienkataloge etwa fĂŒr Biographien, wie sie in traditionellen EnzyklopĂ€dien gebrĂ€uchlich sind. Im Zweifel wird ĂŒber den Einzelfall diskutiert. Empfindet ein Benutzer ein Thema als ungeeignet oder einen Artikel als dem Thema nicht angemessen, kann er einen sogenannten Löschantrag stellen, der darauf folgend von jedem Interessenten diskutiert werden kann.
Die GrundsĂ€tze neutraler Standpunkt, NachprĂŒfbarkeit und Keine ForschungsbeitrĂ€ge legen die inhaltliche Ausrichtung der Artikel fest. In Wikipedia arbeiten Autoren mit unterschiedlichstem politischen, religiösen und weltanschaulichen Hintergrund mit, die offene EnzyklopĂ€die schlieĂt von vorneherein niemanden aufgrund seiner Einstellungen aus. Um dabei unweigerlich aufkommende KĂ€mpfe um Artikelinhalte zu verhindern bzw. einen Ausweg daraus zu schaffen, hat GrĂŒnder Jimmy Wales die Richtlinie des neutralen Standpunkts (NPOV, von englisch neutral point of view) aufgestellt. Danach soll ein Artikel so geschrieben sein, dass möglichst viele Autoren ihm zustimmen können. Existieren zu einem Thema mehrere verschiedene Ansichten, so soll ein Artikel diese fair beschreiben, aber nicht selbst Position beziehen. Der neutrale Standpunkt verlangt jedoch nicht, dass alle Ansichten gleichwertig prĂ€sentiert werden mĂŒssen: Die relevanteste Ansicht kann etwa an erster Stelle genannt werden. Wie die Eignung einzelner Artikel fĂŒr eine EnzyklopĂ€die wird auch die Einhaltung des neutralen Standpunkts durch den sozialen Prozess gewĂ€hrleistet und gerade bei kontroversen Themen oft nur in mĂŒhevollen Diskussionen erreicht.
Die Autoren willigen ferner mit dem Speichern darin ein, ihre BeitrĂ€ge unter der GNU-Lizenz fĂŒr freie Dokumentation (GFDL) zu veröffentlichen. Diese Lizenz erlaubt es anderen, die Inhalte nach Belieben zu Ă€ndern und auch kommerziell zu verbreiten, sofern die Bedingungen der Lizenz eingehalten werden und die Inhalte wieder unter der gleichen Lizenz veröffentlicht werden. Die Lizenz macht es damit unmöglich, Wikipedia-Artikel und auf diesen basierende Texte unter Berufung auf das Urheberrecht exklusiv zu verwerten (Copyleft-Prinzip).
Als Verhaltensvorschrift wird in einer der Usenet-Netiquette nachempfundenen âWikiquetteâ von Mitarbeitern gefordert, ihre Mitautoren zu respektieren und niemanden in Diskussionen zu beleidigen oder persönlich anzugreifen. Grundlage ist hierbei die Regel Geh von guten Absichten aus (WP:GGAA).
Aufbau der Wikipedia
Sowohl die Interpretation der oben aufgefĂŒhrten GrundsĂ€tze als auch weitere Vorgaben werden von der Gemeinschaft der Autoren festgelegt und beruhen vor allem auf sozialen Normen. Der Betreiber der Wikipedia, die Wikimedia Foundation, mischt sich in aller Regel nicht in diesen Prozess ein und vertraut stattdessen auf die Selbstorganisation der Gemeinschaft.
Organisatorisch gliedert sich die Wikipedia in drei Bereiche, durch PrÀfixe im Seitennamen unterschiedene sogenannte NamensrÀume: erstens die eigentliche EnzyklopÀdie mit den angeschlossenen Diskussionsseiten, wo an den Artikeln gearbeitet wird, zweitens den Benutzernamensraum, in dem jeder Autor eine persönliche Seite erhÀlt, auf der er sich vorstellen kann, und eine Nachrichtenseite, auf der andere mit ihm Kontakt aufnehmen können, und drittens den Wikipedia-Namensraum zur Organisation der ArbeitsablÀufe.
Im Wikipedia-Namensraum finden sich EinfĂŒhrungstexte und das Software-Handbuch, Stilregeln und Formatkonventionen. Dort entscheidet die Autorengemeinschaft, welche Artikel gelöscht werden, kĂŒrt nach einem Review-Prozess besonders gute BeitrĂ€ge zu exzellenten Artikeln, die auf der Hauptseite vorgestellt werden, und wĂ€hlt Administratoren, die erweiterte Software-Funktionen erhalten.
Entscheidungsfindung und Organisationsstruktur
Die Einflussstruktur der Wikipedia ist komplex und erschlieĂt sich in der Regel erst nach lĂ€ngerer aktiver Teilnahme. Soziale Konventionen und gröĂtenteils informelle Organisationsprozesse erhalten eine interne Organisationsstruktur aufrecht. Angemeldete Teilnehmer (hier in ihrer Summe auch Autorengemeinschaft genannt) können sich mit ihren BeitrĂ€gen in der Community einen Ruf und Vertrauen erwerben. Neben der Ăberzeugungskraft von Argumenten spielt der â etwa durch Fachkenntnis in bestimmten Gebieten, aber auch durch das SchlieĂen von Kontakten und Bilden von informellen Cliquen[7] erworbene â soziale Standort innerhalb der Wikipediagemeinschaft eine Rolle fĂŒr die Akzeptanz von Bearbeitungen im Artikelnamensraum.
Bei Entscheidungen ĂŒber Regeln wird in der Wikipedia traditionell versucht, einen Konsens zu finden. Praktisch ist ein echter Konsens bei der Vielzahl der Mitarbeiter kaum möglich. Regeln, die ĂŒber eine ausreichende LegitimitĂ€t verfĂŒgen sollen, mĂŒssen von einer groĂen qualifizierten Mehrheit der Benutzer getragen werden. Die meisten Regeln und Prozesse etablieren sich in der Praxis dadurch, dass viele Teilnehmer einen Vorschlag aufgreifen und anwenden. Andere Entscheidungen werden in Meinungsbildern getroffen, die zwischen Diskussion und Abstimmung anzusiedeln sind. Formalisiert wird der Prozess durch die Wahl von Administratoren: Besonders engagierte Teilnehmer wĂ€hlt oder bestimmt die Autorengemeinschaft zu Administratoren mit erweiterten Rechten.
Den gröĂten persönlichen Einfluss â vor allem in der englischen Wikipedia, aber auch in manch anderen Sprachversionen â hat der GrĂŒnder Jimmy Wales, der in seiner Rolle als âBenevolent dictatorâ lange Zeit Konflikte in der Community als oberste AutoritĂ€t schlichtete. Einen Teil seiner Aufgaben in der englischen Wikipedia ĂŒbertrug er Anfang 2004 an ein von den Teilnehmern gewĂ€hltes âArbitration committeeâ. Diesem Schiedsgericht vergleichbare Institutionen existieren auch in mehreren anderen Sprachversionen, unter anderem der französischen Wikipedia. Die Oberhoheit ĂŒber Wikipedia hat schlieĂlich die Wikimedia Foundation als Betreiberorganisation und Finanzier.
DarĂŒber hinaus haben sich mit der Zeit gegensĂ€tzliche Ăberzeugungen herausgebildet, wie die Wikipedia am besten zu verwalten sei. Eine bedeutende Meinungsverschiedenheit besteht dabei zwischen den sogenannten âInklusionistenâ und den âDeletionistenâ oder âExklusionistenâ. Dabei plĂ€dieren die Inklusionisten dafĂŒr, möglichst viele Informationen in die Wikipedia aufzunehmen und möglichst keine Artikel zu löschen. Die Gegenposition vertreten die Deletionisten, die davor warnen, zu detaillierte und irrelevante Informationen aufzunehmen, da deren ĂberprĂŒfbarkeit schwieriger ist und sich schneller Fehler einschleichen können.
Internationale Zusammenarbeit
Obwohl anfangs nicht geplant, entwickelte sich Wikipedia zu einem mehrsprachigen Unternehmen. Sobald sich genug Interessierte finden, wird fĂŒr eine Sprache ein Wiki angelegt. Ăber die Grenzziehung zwischen Sprache und Dialekt entstehen in der Community oft heftige Kontroversen. Ausgestorbene oder Plansprachen sind grundsĂ€tzlich zulĂ€ssig.
Die Artikel der durch Interwiki-Links miteinander verknĂŒpften Sprachversionen sind selten ĂŒbersetzt, sondern entstehen meist separat. Bedingt durch die Sprachbarriere, besteht zwischen den Sprachen in der Regel wenig Austausch; die Communitys organisieren und entwickeln sich unabhĂ€ngig voneinander. Einzelne Initiativen wie die âĂbersetzung der Wocheâ versuchen, diese Barriere zu ĂŒberwinden und fĂŒr mehr Austausch zu sorgen. Besonders die GrĂŒndung von Wikimedia Commons sorgte fĂŒr einen Aufschwung in der internationalen Zusammenarbeit. Auf den mehrsprachig angelegten Commons arbeiten Wikipedia-Teilnehmer aus allen Sprachversionen am Aufbau eines zentralen Medien-Repositorys.
Finanzierung
Die Wikipedia finanziert sich vollstĂ€ndig ĂŒber Spenden von Privatpersonen und Unternehmen. Der Betrieb der Wikipedia kostet etwa 75 000 Dollar im Monat (Stand: Februar 2007). Davon entfallen ca. 30 000 Dollar auf die GehĂ€lter der zehn Angestellten und der Rest auf den Betrieb der ungefĂ€hr 350 Server.[8]
Technik
Anfangs verwendete Wikipedia als Software das in Perl geschriebene UseModWiki, das den Anforderungen jedoch bald nicht mehr gewachsen war. Im Januar 2002 stellte Wikipedia auf eine vom deutschen Biologen Magnus Manske geschriebene, MySQL-basierte PHP-Applikation (Phase II) um, die speziell an die BedĂŒrfnisse der Wikipedia angepasst war. Nachdem die Website sich ĂŒber ein Jahr die Ressourcen mit dem Webangebot von Bomis geteilt hatte, zog die englische Wikipedia, spĂ€ter auch die anderen Sprachversionen, im Juli 2002 auf einen eigenen Server mit einer von Lee Daniel Crocker ĂŒberarbeiteten und teils neugeschriebenen Version von Manskes Software (Phase III) um. Diese erhielt spĂ€ter den Namen MediaWiki.
Wikipedia lĂ€uft aktuell auf Linux Servern, ĂŒberwiegend unter Ubuntu [9], sowie mit einigen OpenSolaris Servern fĂŒr ZFS. Ankommende HTTP-Requests gelangen zuerst an Squid-Caches, die nicht-angemeldete Besucher, die nur lesen wollen, mit vorgenerierten Seiten versorgen. Die anderen Anfragen kommen nun an load-balanced Server auf Basis der Linux Virtual Server Software, wovon sie zu einem der Apache HTTP Server gelangen. Dieser nutzt die Skriptsprache PHP und die Datenbank MySQL, um die Seiten benutzerspezifisch zu generieren. Die MySQL-Datenbank lĂ€uft auf mehreren Servern mit Replikation im Master-Slave-Betrieb.
Mit steigenden Zugriffszahlen erhöhten sich die Anforderungen an die Hardware. Waren es im Dezember 2003 noch drei Server, sind zum Betrieb der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte im September 2008 mittlerweile 258 Server in Florida, 41 in Amsterdam und 23 in Seoul im Einsatz, die von einem Team sowohl ehrenamtlicher als auch fest angestellter Administratoren betreut werden.[10] Das Prinzip, die Server nach berĂŒhmten EnzyklopĂ€disten zu benennen, wurde 2005 aufgegeben.
Wikipedia-Server verarbeiten zwischen 25.000 und 60.000 Zugriffen pro Sekunde, je nach Tageszeit. Teilweise kommt es dabei zu KapazitĂ€tsengpĂ€ssen, die etwa dazu fĂŒhren, dass Seiten nur langsam oder gar nicht geladen werden.
Mehrere Unternehmen und Organisationen boten der Wikimedia Foundation ihre UnterstĂŒtzung an. Im April 2005 erklĂ€rte sich der Suchmaschinenbetreiber Yahoo bereit, 23 Server in seinem Rechenzentrum in Asien fĂŒr den Betrieb der Wikipedia abzustellen.
Die Entwicklung der Software, etwa den Einbau neuer Features, bestimmt das von der Community unabhĂ€ngige Team der Programmierer, das sich aber an den WĂŒnschen der Nutzer orientiert sowie neue Ideen, wie zum Beispiel Extensions[11], von auĂerhalb implementiert.
Rezeption
Der Publicity-Erfolg[12] des offenen EnzyklopĂ€diekonzepts weckte das Interesse vieler Forscher; einen Ăberblick publizierter Arbeiten gibt die unten verlinkte Bibliographie. Mit dem Historyflow-Verfahren visualisierte und analysierte ein Forscherteam von IBM 2003 die Evolution von Artikeln. Martin Wattenberg und Fernanda B. ViĂ©gas stellten dabei fest, dass die Gemeinschaft Vandalismus erstaunlich schnell beseitigte.
Problemfelder
Aufgrund ihrer offenen Natur sieht sich die Wikipedia mit zahlreichen Kritikpunkten konfrontiert. Dazu zÀhlen in erster Linie ihre inhaltliche Genauigkeit und rechtliche Aspekte.
QualitÀt und VerlÀsslichkeit der Inhalte
Der am hĂ€ufigsten angefĂŒhrte Kritikpunkt an der Wikipedia ist, dass jeder Internetnutzer Artikel verĂ€ndern kann. WĂ€hrend herkömmliche EnzyklopĂ€dien mit bezahlten Autoren und redaktioneller Kontrolle fĂŒr die Einhaltung von QualitĂ€tsstandards bĂŒrgen, bietet Wikipedia keine GewĂ€hr fĂŒr die VollstĂ€ndigkeit und Richtigkeit ihrer Artikel.
Das prominenteste Beispiel eines Hoax-Eintrags war der Fall des amerikanischen Journalisten John Seigenthaler, dessen falsche Biographie, in der der Kennedy-Berater unter anderem der Verwicklung in den Mordfall Kennedy verdĂ€chtigt wurde, erst nach mehreren Monaten von Seigenthaler selbst entdeckt und anschlieĂend im November 2005 auf seine Beschwerde hin sofort gelöscht wurde.[13] Der anonyme Autor bekannte spĂ€ter gegenĂŒber der amerikanischen Zeitung USA Today, er habe einen Scherz gegenĂŒber einem Arbeitskollegen machen wollen.
Da die IdentitĂ€t der Wikipedia-Autoren nicht ĂŒberprĂŒfbar ist, ist es schwierig, ihre Sachkompetenz zu beurteilen. Zwar machen viele regelmĂ€Ăige Autoren Angaben zur eigenen Person auf ihrer Benutzerseite, doch ist dies freiwillig und in seinem Wahrheitsgehalt kaum ĂŒberprĂŒfbar. Im FrĂŒhjahr 2007 geriet der Fall des 24-jĂ€hrigen amerikanischen Wikipedia-Autors Essjay in die Schlagzeilen, der sich fĂ€lschlich als Professor ausgegeben hatte und in der englischen Wikipedia in die höchsten Community-Ămter aufgestiegen war.[14]
Anders als in herkömmlichen EnzyklopĂ€dien sagen LĂ€nge und Umfang eines Artikels in Wikipedia nichts ĂŒber seine Bedeutung aus. WĂ€hrend viele Popkultur- oder Computer-Themen in aller Breite dargestellt sind, kann es passieren, dass Wikipedia zu einem zentralen Begriff der Philosophie nur einen mageren, extrem kurzen Eintrag enthĂ€lt.
Ein weiteres Problem stellen Interessengruppen dar, die versuchen, insbesondere politische, religiöse und weltanschauliche Artikelinhalte in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen. Artikel zu umstrittenen Themen wie zum Beispiel Politik, Sekten oder esoterischen Theorien entsprechen deshalb oft nicht dem NeutralitÀtsgrundsatz.[15]
Um umstrittene Artikel zu schĂŒtzen, ist es Administratoren jedoch auch möglich, diese vorĂŒbergehend fĂŒr Bearbeitungen zu sperren. Im Januar 2006 wurde bekannt, dass im Jahr zuvor Ănderungen an Politikerbiographien vorgenommen worden waren, wovon einige eindeutig auf Computer im US-Kongress zurĂŒckzufĂŒhren waren.[16] Die Ănderungen enthielten SchönfĂ€rbungen bzw. gezielte Herabsetzungen der beschriebenen Politiker. Dieser Vorfall fĂŒhrte in den USA zur zeitweiligen Schreibsperrung von IP-Adressen aus dem Kongress sowie zur Entlassung eines verantwortlichen Kongressangestellten. Bereits 2005 waren Ă€hnliche FĂ€lle in der deutschsprachigen Wikipedia bekannt geworden, bei denen deutsche Politikerbiographien von Computern aus dem Deutschen Bundestag bearbeitet wurden.[17]
Neben dem Problem bewusster Fehleintragungen besteht das weit schwerer einzugrenzende Problem, dass sich in den Inhalten mittelfristig Halbwissen durchsetzt. In einer durch Arbeitsteilung ausgezeichneten Gesellschaft verfĂŒgt immer nur eine Minderheit ĂŒber Fachwissen. Die jeweilige Minderheit lĂ€uft stetig Gefahr, von der Mehrheit âkorrigiertâ zu werden. Die Inhalte laufen somit Gefahr, nicht den Wissensstand der Gesellschaft, sondern die vorherrschenden Vorurteile abzubilden, zu bekrĂ€ftigen und zu tradieren. Dem ist selbst durch âkorrektivesâ Eingreifen von Autorenseite und administrative VorgĂ€nge nicht vollstĂ€ndig beizukommen.
Sozialstruktur der Autoren
Zur Sozialstruktur der Wikipedia-Autoren existieren noch wenig Untersuchungen. Eine Umfrage von WĂŒrzburger Psychologen ergab einen hohen MĂ€nneranteil (88 Prozent) und etwa 50 Prozent Singles. 43 Prozent der Befragten arbeiten Vollzeit. Eine groĂe Gruppe bilden Studenten. Zu ihrer Motivation befragt, bewerteten ĂŒber 80 Prozent die Erweiterung des eigenen Wissens als wichtig bis sehr wichtig.[18]
In einer Analyse des Partizipationsverhaltens angemeldeter Teilnehmer stellte Jimmy Wales fest, dass die HĂ€lfte aller BeitrĂ€ge von gerade einmal 2,5 Prozent der Nutzer stammte. Wales stĂŒtzte damit seine These von der Wikipedia als âcommunity of thoughtful usersâ, die er einer Beschreibung der Wikipedia als emergentem PhĂ€nomen gegenĂŒberstellte, in dem sich aus den BeitrĂ€gen einer Vielzahl anonymer Internetnutzer eher spontan eine EnzyklopĂ€die herausbilde.
In jĂŒngster Zeit hat die Wikipediagemeinde zunehmend Schwierigkeiten, engagierte Autoren zu finden bzw. zu halten. Eine im Herbst 2007 veröffentlichte Erhebung in der englischsprachigen Version ergab, dass erstmals seit GrĂŒndung die Wikipedia sinkendes Engagement ihrer vormals als Autoren aktiven Benutzer zu verzeichnen hat und auch die Zahl der Neuanmeldungen rĂŒcklĂ€ufig ist. Einer der HauptgrĂŒnde ist laut Studie ein immer rauer werdender Umgangston innerhalb der Gemeinde.[19]
Urheberrechtsverletzungen
Die offene Natur eines Wiki bietet zunĂ€chst keinen vorbeugenden Schutz gegen Urheberrechts- und andere Rechtsverletzungen. Ergibt sich ein Verdacht, so prĂŒfen aktive Nutzer Artikel darauf, ob sie von anderen Quellen kopiert wurden. Wenn sich der Verdacht bestĂ€tigt, werden diese von den Administratoren nach einer Einspruchsfrist gelöscht. Hundertprozentige Sicherheit bietet dieses Verfahren jedoch nicht.
Der gröĂte bekannte Fall einer Urheberrechtsverletzung wurde im November 2005 von Mitarbeitern der deutschsprachigen Wikipedia entdeckt. Ein anonymer Autor hatte zwei Jahre lang BeitrĂ€ge aus BĂŒchern kopiert. Es handelte sich dabei vorwiegend um alte DDR-Lexika; besonders die Abteilungen Philosophie, Wirtschaft und Geschichte waren davon betroffen. Ăber 1000 Artikel wurden zuerst unter QuarantĂ€ne gestellt und viele davon gelöscht, nachdem sie sich als direkte Kopien herausgestellt hatten. Umgekehrt sind FĂ€lle bekannt, in denen Urheberrechte der Autoren der Wikipedia verletzt wurden, indem BeitrĂ€ge ohne Quellenangaben aus Wikipedia kopiert und in fremde Webseiten eingearbeitet werden.
Einflussnahme von Interessengruppen
Wegen der zunehmenden Bekanntheit und breiten Nutzung der Wikipedia suchen unterschiedliche Interessengruppen unter anderem aus Politik, Religion und Wirtschaft zunehmend Einfluss auf ihre Inhalte zu nehmen. Der Journalist GĂŒnter Schuler sieht in der Wikipedia âdas zielgerichtete Hijacken von Artikel-Inhalten fĂŒr die jeweilige politische Sicht sowie die Praxis des Artikel-Aufschönens zu PR-Zweckenâ[20]. In der Presse sorgte der WikiScanner fĂŒr Aufsehen, weil damit unangemeldete BenutzerbeitrĂ€ge den Netzwerken groĂer Firmen, Organisationen oder politischer Gruppen ĂŒbersichtlich zugeordnet werden können. So wurde zum Beispiel bekannt, dass von einem Computer der Konrad-Adenauer-Stiftung ein unliebsamer Eintrag in deren Artikel gelöscht wurde.[21][22]
Rechtsextremistische Einflussnahmen
Schuler weist auf die Gefahr hin, dass âRechtsextremistenâ aufgrund der inhaltlichen Unbestimmtheit des neutralen Standpunkts ihre ideologischen Vorstellungen mittels Wikipedia einer gröĂeren Leserschaft in propagandistischer Absicht zugĂ€nglich machen.[23] Er fordert daher die EinfĂŒhrung wirksamer MaĂnahmen gegen bestimmte Diskriminierungspraktiken.[23]
Margret Chatwin untersuchte in ihrer Studie den kampagnenartigen Einfluss der Neuen Rechten am Beispiel der Jungen Freiheit auf die Wikipedia. Es sei vor allem die garantierte AnonymitĂ€t, die es der Neuen Rechten ermögliche, eine âVolkspĂ€dagogik von rechtsâ breit in die EnzyklopĂ€die zu tragen. Indem âdie Kultur als Machtfrageâ gestellt werde, agierten neurechte âAktivisten bei Wikipediaâ mit dem Ziel, bestimmte Begriffe und Werte durch Tabubruch zu entlasten. Dabei biete Wikipedia âwie kaum ein anderes Medium ⊠derartige Möglichkeiten, gesellschaftliche Diskurse zu prĂ€gen und Begriffe zu besetzenâ. Von den Protagonisten werde âhĂ€ufig eine angebliche âHegemonie der Linkenâ in Medien, UniversitĂ€ten, Schulen, Kirchen und Parteien ins Feld gefĂŒhrt, wo immer dieses Vorhaben auf Widerstand stöĂt.â Zu den Strategien gehöre es auch, zu diffamieren, sich seriös oder links zu tarnen und zu tĂ€uschen.â[24] Selbst als ânicht neutralâ gekennzeichnete betroffene Artikel blieben ĂŒber einen langen Zeitraum unbearbeitet. âDas Fehlen einer redaktionellen Durchsicht und insbesondere einer Fachredaktion zu zeitgeschichtlichen und politischen Themen ist damit das gröĂte Defizit der Wikipedia.â[25]
âDigitaler Maoismusâ?
Der US-amerikanische KĂŒnstler Jaron Lanier kritisiert â unter anderem in seinem vielbeachteten Artikel âDigitaler Maoismusâ[26][27] â kollektivistische AnsĂ€tze im Internet und bezieht sich dabei ausdrĂŒcklich auch auf Wikipedia.
Vielsprachigkeit
Obgleich Wikipedia das Ziel hat, eine mehrsprachige EnzyklopĂ€die zu werden, haben nach Ansicht eines britischen Forscherteams verschiedene âNationalkulturenâ jedoch einen erheblichen Einfluss auf das Editierverhalten der Autoren.[28] So wird in der deutschsprachigen Wikipedia deutlich öfter Text gelöscht als in der niederlĂ€ndischsprachigen, französischsprachigen oder japanischsprachigen.[28]
Die Sprachversionen der Wikipedia werden gemeinhin anhand der absoluten Artikelzahl bewertet und aufgelistet. Allerdings sind die Mindestanforderungen an einen Artikel unterschiedlich, und einige Wikipedias haben auch Bots eingesetzt, um automatisch Artikel zu schaffen. Notorisch dafĂŒr ist die VolapĂŒk-Wikipedia, von deren 114.000 Artikel nur ein Prozent mehr als zwei Kilobyte groĂ ist. Neben der Artikelzahl wird daher unter anderem auch der Anteil der Artikel mit mindestens einem halben oder zwei Kilobyte oder die Zahl der Ănderungen pro Artikel als QualitĂ€tsindiz verwendet. Allerdings sind auch diese statistischen Zahlen manipulierbar, beispielsweise, indem ein Bot mehrmals Ănderungen an einem Artikel vornimmt.[29]
Wikipedia im Vergleich zu anderen EnzyklopÀdien
Der erste groĂ angelegte Vergleich der deutschsprachigen Wikipedia mit den etablierten digitalen Nachschlagewerken Microsoft Encarta Professional 2005 und Brockhaus multimedial 2005 Premium erschien im Oktober 2004 in der Computer-Fachzeitschrift cât (Ausgabe 21/04). Wikipedia erzielte dort im Inhaltstest die höchste durchschnittliche Gesamtpunktzahl, in der Kategorie Multimedia schnitt die freie EnzyklopĂ€die dagegen schlecht ab â Ă€hnliche Wertungen erzielte die deutschsprachige Wikipedia kurz darauf in einem Lexikavergleich der Wochenzeitung Die Zeit. Beide Tests basierten auf einer kleinen Stichprobe von insgesamt 60 bis 70 Artikeln aus verschiedenen Themengebieten. 2007 fĂŒhrte die cât einen weiteren Vergleich zwischen Brockhaus, Bertelsmann, Encarta und Wikipedia durch, bei dem Wikipedia hinsichtlich Fehlerzahl nicht schlechter als die beiden kommerziellen EnzyklopĂ€dien abschnitt, in den Kategorien âVollstĂ€ndigkeitâ und âAktualitĂ€tâ sogar vorne lag. Allerdings empfanden die Tester die Artikel der Wikipedia vielfach als âzu langâ, manchmal sogar âgeschwafeltâ.[30]
Im Dezember 2005 veröffentlichte die Zeitschrift Nature einen Vergleich der englischen Wikipedia mit der EncyclopĂŠdia Britannica.[31] Dazu hatte sie 50 Experten gebeten, je einen Artikel aus beiden Werken aus ihrem Fachgebiet ausschlieĂlich auf Fehler zu prĂŒfen. Mit durchschnittlich vier Fehlern pro Artikel lag die Wikipedia nur knapp hinter der Britannica, in der im Durchschnitt drei Fehler gefunden wurden.
Britannica reagierte darauf im MĂ€rz 2006 mit einer Kritik der Nature-Studie, in der sie dem Wissenschaftsmagazin schwere handwerkliche Fehler vorwarf â so seien etwa Artikel herangezogen worden, die gar nicht aus der eigentlichen EnzyklopĂ€die, sondern aus JahrbĂŒchern stammten, die Reviews seien auĂerdem selbst nicht auf Fehler geprĂŒft worden.[32] Die Zeitschrift Nature wies die VorwĂŒrfe zurĂŒck und erklĂ€rte, man habe die Online-Ausgaben verglichen, bei der auch die Jahrbuchartikel enthalten seien. Dass die Reviews auf Fehler geprĂŒft seien, habe man nie behauptet. Da die Studie ĂŒberdies als Blindtest durchgefĂŒhrt worden sei, trĂ€fen sĂ€mtliche Kritikpunkte auch auf die Reviews der Wikipedia-Artikel zu, das Gesamtergebnis Ă€ndere sich so nicht.[33]
Gute Vergleichsnoten erhĂ€lt Wikipedia von GĂŒnter Schuler im Juli 2007 nicht nur in der Konkurrenz zu den bekannten UniversalenzyklopĂ€dien, sondern auch in der GegenĂŒberstellung mit diversen Fachlexika und mit Online-Suchmaschinen wie Yahoo! und Google.[34] Die VorzĂŒge der Wikipedia zu den klassischen Online-Suchmaschinen sieht Schuler vor allem in der gĂŒnstigen Kombination aus Weblinks, die âvom Feinstenâ seien, und der Tatsache, dass zumindest âdie gröĂeren Wikipedia-Sprachversionen mittlerweile so gut wie alle Themenbereiche abdecken.â[35]
Im Dezember 2007 veröffentlichte die Zeitschrift Stern einen Test zwischen Wikipedia und der Online-Ausgabe des Brockhaus. Der Recherchedienst âWissenschaftlicher Informationsdienst WIND GmbHâ in Köln ĂŒberprĂŒfte 50 zufĂ€llig ausgewĂ€hlte EintrĂ€ge zu den Themen Politik, Wirtschaft, Sport, Wissenschaft, Kultur, Unterhaltung, Erdkunde, Medizin, Geschichte und Religion auf Richtigkeit, VollstĂ€ndigkeit, AktualitĂ€t und VerstĂ€ndlichkeit. Wikipedia erzielte ĂŒber alle Bereiche eine Durchschnittsnote von 1,7 nach deutschen Schulnoten. Die Brockhaus-EintrĂ€ge zu den gleichen Stichworten kamen nur auf eine Durchschnittsnote von 2,7. Bei 43 Artikeln gaben die Tester der Wikipedia bessere Noten als der kostenpflichtigen Konkurrenz, nur bei sechs Stichworten habe der Brockhaus vorn gelegen. Besonders lobend erwĂ€hnte der Stern die AktualitĂ€t der Wikipedia. Nur bei der VerstĂ€ndlichkeit liege der Brockhaus vorn.[36][37]
Verbreitung der Wikipedia-Inhalte
Wikipedia spielt eine zunehmend gröĂere Rolle in der massenmedialen Kommunikation, so identifiziert eine Studie zur Krisenkommunikation, dass Wikipedia neben Wikinews und Flickr eine der wenigen neuen Medienplattformen ist, die nicht dem Umfeld der traditionellen Medienverlage entstammt.[38]
Formen der Nutzung
Zahlreiche Websites nehmen das Angebot der freien Lizenz wahr und spiegeln Wikipedia-Inhalte, einige verdienen dabei an der Einblendung von Anzeigen. Daneben entstanden auch mehrere Versionen fĂŒr Handy und PDA.[39]
In der Offline-Verbreitung spielte die deutschsprachige Wikipedia eine Vorreiterrolle. Mehrere deutschsprachige Wikipedianer stellten sogenannte WikiReader zusammen, Artikelsammlungen zu einem Thema, von denen einige in kleinen Auflagen auch gedruckt erschienen.
Im Herbst 2004 veröffentlichte der Berliner Verlag Directmedia Publishing in Zusammenarbeit mit der Wikipedia-Community eine CD-Version der Wikipedia. Etwa halbjÀhrlich erscheinen seitdem DVD-Ausgaben, die auch frei im Netz zum Herunterladen bereitgestellt wurden. Lektorierte Sammlungen von Wikipedia-Texten veröffentlichte in den Jahren 2005 und 2006 die Zenodot Verlagsgesellschaft als Taschenbuchreihe WikiPress. Die Herausgabe der deutschen Wikipedia auf DVD wurde mit der Ausgabe 2007/08 eingestellt.
Seit dem FrĂŒhjahr 2008 ist der Offline-Reader WikiTaxi als Freeware verfĂŒgbar. Er ermöglicht den Import von aktuellen Wikipedia-Database Dumps und stellt somit die Offline-VerfĂŒgbarkeit von Wikipedia sicher.[40]
Probleme
Es hat sich gezeigt, dass die GNU-Lizenz fĂŒr freie Dokumentation (GLFD), unter der die Wikipedia-Inhalte stehen, fĂŒr die Wiki-basierte Erstellung einer freien EnzyklopĂ€die nur bedingt taugt. Die Lizenz wurde ursprĂŒnglich fĂŒr freie EDV-Dokumentationen entwickelt; bei derlei Dokumenten ist in der Regel die Anzahl der Textrevisionen und der beteiligten Autoren ĂŒberschaubar. In der Wikipedia hingegen ist gerade an Artikeln zu populĂ€ren oder kontroversen Themen mitunter eine groĂe Schar von Autoren beteiligt. Artikelverschmelzungen und -aufspaltungen, Ăbersetzungen aus anderssprachigen Wikipediaversionen sowie anonyme Textspenden aus unklaren Quellen sind an der Tagesordnung. Der komplexe Entstehungsprozess vieler Artikel lĂ€sst sich oft nur mĂŒhsam rekonstruieren.
Es wird daher auch unter Juristen diskutiert, wie die GLFD Lizenzbedingungen im Einzelnen anzuwenden sind. Dies gilt etwa fĂŒr die Bereitstellung der vollstĂ€ndigen Versionsgeschichte, die Ermittlung von Hauptautoren oder die Pflicht zur vollstĂ€ndigen Wiedergabe des Lizenztextes.
Allerdings wurde von Seiten der Free Software Foundation, Creative Commons sowie Vertretern von Wikipedia eine LizenzkompatibilitĂ€t der GNU-Lizenz fĂŒr freie Dokumentationen mit der Creative-Commons-Attribution-ShareAlike-Lizenz angekĂŒndigt.[41] Die Creative Commons Lizenzen sind im Gegensatz zu der GNU-Lizenz nicht nur fĂŒr EDV-Dokumentationen konzipiert und können daher bei manchen Medien wie Bildern Vorteile bieten.
Staatliche Zensur in China
In der Volksrepublik China findet eine Zensur des Internets statt. Provider sind zur Installation einer Software, auch genannt GroĂe Firewall Chinas, verpflichtet, ĂŒber die bestimmte Webseiten blockiert werden können. Auch Wikipedia wurde trotz ihrer selbst proklamierten NeutralitĂ€t bereits mehrmals Ziel dieser Blockade.
Im September 2006 widersetzte sich Wikipedia-GrĂŒnder Wales einer Aufforderung der chinesischen Regierung, politische EintrĂ€ge fĂŒr eine chinesische Version zu blockieren, und positioniert sich damit kontrĂ€r zu den anderen Internet-Unternehmen wie Google, Microsoft und Yahoo, die sich der chinesischen Zensur beugten und dafĂŒr bereits harsch kritisiert wurden. Er begrĂŒndete dies damit, dass Zensur der Philosophie von Wikipedia widerspreche. âWir stehen fĂŒr die Freiheit von Information, und wenn wir einen Kompromiss eingehen wĂŒrden, wĂŒrde das ein falsches Signal setzen, nĂ€mlich dass es niemanden mehr gibt, der sagt 'Ich gebe nicht auf'. Ich wĂŒrde mir wĂŒnschen, dass auch Google diesen Standpunkt teiltâ, kritisierte Wales.
Verwandte Projekte
Da sich die Wikipedia selbst auf enzyklopĂ€dische Artikel beschrĂ€nkt, sind inzwischen Ableger entstanden, die sich anderer Textsorten und weiterer Medien annehmen. Ein wichtiger Ableger ist Wiktionary, ein Projekt, das das Wiki-Konzept auf WörterbĂŒcher anwendet. Im Juli 2003 wurde mit dem Ziel, freie LehrbĂŒcher zu erstellen, Wikibooks begonnen. Wikiquote sammelt Zitate, Wikisource ist eine Sammlung freier Originalquellen.
Seit September 2004 gibt es mit den Wikimedia Commons eine zentrale Datenbank, die Bilder und andere Medien fĂŒr alle Wikimedia-Projekte gemeinsam zugĂ€nglich macht. Ein weiteres Schwesterprojekt, Wikinews, das sich dem Aufbau einer freien Nachrichtenquelle widmet, wurde Anfang November 2004 ins Leben gerufen. Seit August 2006 lĂ€uft die Testphase von Wikiversity, einer Studien- und Forschungsplattform auf Wikibasis.
Wikipedia inspirierte auch die GrĂŒndung zahlreicher anderer Wikis, so zum Beispiel die EnzyklopĂ€dieprojekte Wikiweise und Citizendium. Beide sehen sich als Gegenentwurf zur freien Wikipedia und wollen einen besseren Standard bieten. Aus der deutschen Wikipedia-Gemeinschaft entwickelte sich im FrĂŒhjahr 2004 die Parodie Kamelopedia. Neben der Kamelopedia sind die Uncyclopedia und Stupidedia andere bekannte Parodien.
Literatur
- Literatur von und ĂŒber Wikipedia im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Henriette Fiebig (Hg.): Wikipedia. Das Buch Zenodot, Berlin 2005 (Reihe: WikiPress 1) ISBN 3-86640-001-2 [3]
- Ingo Frost: Zivilgesellschaftliches Engagement in virtuellen Gemeinschaften? Eine systemwissenschaftliche Analyse des deutschsprachigen Wikipedia-Projektes Herbert Utz, MĂŒnchen 2006 ISBN 3-8316-0609-9 [4]
- Jean-Pol Martin: Gemeinsam Wissen konstruieren: am Beispiel der Wikipedia In: Michael Klebl & Michael Köck (Hgg.): Projekte und Perspektiven im Studium Digitale Zs. MedienpĂ€dagogik, 3. LIT, Berlin 2006 (S. 157 â 164) [5]
- Andreas Möllenkamp: Wer schreibt die Wikipedia? Die Online-EnzyklopĂ€die in der Vorstellungs- und Lebenswelt ihrer aktivsten Autoren Magisterarbeit am Institut fĂŒr Kulturwissenschaften der UniversitĂ€t Leipzig, 2007
- Erik Möller: Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verÀndern (Verlag Heinz Heise 2006 ISBN 3-936931-36-4 1. Auflage als freier Download (PDF)
- GĂŒnter Schuler: Wikipedia inside Unrast Verlag MĂŒnster 2007 ISBN 978-3-89771-463-2
- [6] GBV / GVK
- Das Wikipedia-Lexikon in 1 Band, Ausgabe 2009. Die meistgesuchten Inhalte der freien EnzyklopÀdie Der Club. Reinhard Mohn Buch- und Medienvertrieb Rheda 2008 (992 S.; ohne ISBN)
Weblinks
- Internationales Wikipedia-Portal â Ăbersicht ĂŒber die verschiedenen Wikipedia-Ausgaben
- Wiki Research Bibliography (englisch) â mit wissenschaftlichen Arbeiten ĂŒber Wikipedia und Wikis
- Wikipedistik â Information ĂŒber laufende Forschungsprojekte zur Wikipedia in Deutsch.
- Geschichte der Wikipedia und Kritische Betrachtung der Wikipedia â Wikipedia-intern
- Larry Sanger: âThe Early History of Nupedia and Wikipedia: A Memoir.â (englisch)
- Jaron Lanier: Digital Maoism: The Hazards of the New Online Collectivism (in: âEdge â The Third Cultureâ vom 30. Mai 2006) (englisch), Deutsche Ăbersetzung: Digitaler Maoismus. Kollektivismus im Internet, Weisheit der Massen, Fortschritt der Communities? Alles TrugschlĂŒsse., in der SĂŒddeutschen Zeitung vom 16. Juni 2006, Antworten dazu von Douglas Rushkoff, Quentin Hardy, Yochai Benkler, Clay Shirky, Cory Doctorow, Kevin Kelly, Esther Dyson, Larry Sanger, Fernanda Viegas & Martin Wattenberg, Jimmy Wales, George Dyson, Dan Gillmor, Howard Rheingold
Einzelnachweise
- â Erik Zachte: Wikipedia-Statistik, erzeugt am Sonntag, 18. Februar 2007 aus dem SQL-Dump vom Samstag, 20. Januar 2007. Internationale Benutzer: Stand September 2006
- â Larry Sanger: E-Mails an die Mailingliste nupedia-l: Letâs make a wiki (10. Januar 2001), Nupediaâs wiki: try it out (10. Januar 2001), Nupediaâs wiki: try it out (11. Januar 2001; Name Wikipedia), Wikipedia is up! (17. Januar 2001) (alle ĂŒber Internet Archive)
- â fun project (18. Januar 2001)
- â Jimmy Wales: Alternative language wikipedias, Einrichtung von âdeutsche.wikipedia.comâ (Posting an Wikipedia-l, 16. MĂ€rz 2001) und Ănderungen in der katalanischen Wikipedia von 16.3.01
- â onlinestar.de, OnlineStar Gewinner 2006
- â Wikipedia erhĂ€lt Preis fĂŒr Verdienste um die AufklĂ€rung. In: Spiegel-Online vom 20. August 2008
- â Vgl. dazu etwa GĂŒnter Schuler, Wikipedia inside, S. 117f.; Anneke Wolf: Wikipedia: Kollaboratives Arbeiten im Internet, in: Thomas Hengartner, Johannes Moser (Hrsg.): Grenzen und Differenzen. Zur Macht sozialer und kultureller Grenzziehungen, Leipziger UniversitĂ€tsverlag, Leipzig 2006, S. 639â650, hier S. 648â650.
- â Wikimedia-Vorstandsmitglied Mathias Schindler in âWikipedia steht definitiv nicht vor dem Ausâ, Spiegel Online vom 20. Februar 2007
- â Wikipedia adopts Ubuntu for its server infrastructure
- â Wiki der Serveradmins: Server roles, eingesehen am 17. September 2008
- â Sammlung aller MediaWiki-Extensions
- â Platz4 der Brandchannel-Studie, Welt, 26. Januar 2007
- â John Seigenthaler: A false Wikipedia âbiographyâ USA Today, 29. November 2005
- â Cohen, Noam: After false claims, Wikipedia to check degrees, International Herald Tribune, 12. MĂ€rz, 2007, letzter Zugriff 16. MĂ€rz 2007.
- â Vgl. u. a. Dorothee Wiegand: Entdeckungsreise: Digitale EnzyklopĂ€dien erklĂ€ren die Welt. In: cât. 6/2007, 5. MĂ€rz 2007, S. 136â145 Vergleich zwischen Bertelsmann EnzyklopĂ€die 2007, Brockhaus multimedial premium 2007, Encarta 2007 EnzyklopĂ€die und der Wikipedia.
- â Evan Lehmann. Rewriting history under the dome: Online "encyclopedia" allows anyone to edit entries, and congressional staffers do just that to bosses' bios, The Lowell Sun, 27. Januar 2006
- â Richard Meusers: Wer manipuliert RĂŒttgersâ Wiki-EintrĂ€ge? in Spiegel Online, 19. Mai 2005
- â [1] Working Paper Voluntary Engagement in an Open Web-based Encyclopedia: Wikipedians, and Why They Do It, Joachim Schroer, Guido Hertel, UniversitĂ€t WĂŒrzburg
- â Wikipedia laufen die fleiĂigen Autoren weg (Die Welt vom 17. Oktober 2007)
- â Wikipedia inside, S. 8, Unrast, MĂŒnster 2007, ISBN 978-3-89771-463-2
- â Torsten Kleinz in FOCUS-Online: Nestbeschmutzer in Wikipedia - Strategie 1: Die Löschtruppe abgerufen am 18. Mai 2008
- â WikiScanner in der Wikipedia EnzyklopĂ€die
- â a b Patrick Gensing & GĂŒnter Schuler: âBeharrlich und manchmal klugâ, ZUENDER 45/2007, <http://zuender.zeit.de/2007/45/interview-nazis-bei-wikipedia>, letzter Zugriff: 9. November 2007.
- â Margret Chatwin: Griff nach der Meinungshoheit. Internetkampagen der âJungen Freiheitâ am Beispiel von Wikipedia. In: Stephan Braun, Ute Vogt (Hg.): âDie Wochenzeitung 'Junge Freiheit'. Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kundenâ. VS Verlag, Wiesbaden 2007 S. 231â267, Zitate: S. 238
- â Margret Chatwin: S. 263â264, Zitate: S. 264
- â Digital Maoism: The hazards of the New Online Collectivism Edge 2006-05-30
- â Digital Maoism in stark gekĂŒrzter deutscher Ăbersetzung SĂŒddeutsche Zeitung, 16. Juni 2006
- â a b Pfeil, Ulrike, Panayiotis Zaphiris & Chee Siang Ang (2006): âCultural differences in collaborative authoring of Wikipediaâ, Journal of Computer-Mediated Communication 12(1): 5. <http://jcmc.indiana.edu/vol12/issue1/pfeil.html>, letzter Zugriff: 7. November 2007.
- â Benutzerseite von Kunar.
- â Dorothee Wiegand: Entdeckungsreise: Digitale EnzyklopĂ€dien erklĂ€ren die Welt. cât 06/2007, S. 136ff.
- â Jim Jiles: Internet encyclopaedias go head to head, Nature 14. Dezember 2005
- â Britannica: Fatally flawed, MĂ€rz 2006
- â Nature: Response Britannica
- â Wikipedia inside, S. 59 f., S. 71f., Unrast, MĂŒnster 2007
- â Wikipedia inside, S. 71f., Unrast, MĂŒnster 2007
- â Stern-Test: Wikipedia schlĂ€gt Brockhaus
- â Stern-Artikel: Wissen fĂŒr alle
- â Thelwall, Mike & David Stuart (2007): âRUOK? Blogging communication technologies during crisesâ. Journal of Computer-Mediated Communication 12(2): 9, <http://jcmc.indiana.edu/vol12/issue2/thelwall.html http://jcmc.indiana.edu/vol12/issue2/thelwall.html>, letzter Zugriff: 9. November 2007.
- â Wikipedia:Unterwegs â Ăbersicht der Handy- und PDA-Versionen der deutschen Wikipedia
- â Wikipedia Offline-Browser WikiTaxi [2]
- â Blogeintrag von Lawrence Lessig, dem BegrĂŒnder von Creative Commons
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